Intervallverdichtung in Wien: 40 Minuten Warten auf Straßenbahn

Die Jahreskarte um 365 Euro ist grundsätzlich eine gute Idee. Mit ihr kann man in Wien alle öffentlichen Verkehrsmittel benützen und zahlt nur einen Euro pro Tag. Das Umsteigen auf die Öffis sollte so attraktiv gemacht werden, doch viele zögern noch. Das hat mehrere Gründe: Zum einen will man die überfüllten U-Bahn-Züge, und da vor allem jene in der U6, wo der Gestank für die Fahrgäste unerträglich wurde, meiden. Zum anderen lässt die Verlässlichkeit der Intervalle zum Wünschen übrig.

Wer also Öffis benützt und auf sie sogar angewiesen ist, wird öfter zu spät in die Arbeit kommen als zum Beispiel ein Autofahrer, der auf der Tangente im Stau steht. Zu oft passiert es, dass auf der Linie U4 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden muss. Und meistens ausgerechnet zu den Verkehrsspitzenzeiten. Das verärgert die Fahrgäste – egal, ob sie Jahreskartenbesitzer sind oder ob sie sich einen Einzelfahrschein kaufen.

Straßenbahnlinie 49

Besonders bitter aber wird es, wenn die Wartezeit auf eine Straßenbahn 40 Minuten (!) beträgt. Ein Öffi-Benützer erlebte dies am 18. Dezember – nicht etwa in der Nacht oder Frühmorgens, nein, es war um exakt 13:30:08 Uhr – und zwar auf der Strecke der Straßenbahnlinie 49, die zwischen dem Dr.-Karl-Renner-Ring im ersten Bezirk und Hütteldorf im 14. Bezirk verkehrt. Diese Route wird von den Fahrgästen stark frequentiert und daher liegen die Intervallzeiten laut Plan der Wiener Linien zwischen drei und sieben Minuten, in den Ferien zwischen vier und sieben Minuten. Dass es mitunter auch 40 Minuten sein können, zeigt die Praxis.

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