Papandreou spaltet griechische Sozialisten

Die griechische Parteienlandschaft steht ein knappes Monat vor den vorgezogenen Neuwahlen vor einem tiefgreifenden Wandel. Das Griechenland bisher dominierende Zweiparteiensystem aus christdemokratischer Nea Dimokratia und sozialistischer PASOK löst sich auf.

Der ehemalige Ministerpräsident Giorgos Papandreou, Sohn des PASOK-Gründers Andreas Papandreou, hat angekündigt, seine Partei zu verlassen. Ihm wollen es tausende bisherige PASOK-Anhänger gleichtun. Damit wird die ohnehin bereits am Rande der Bedeutungslosigkeit dahingrundelnde Partei endgültig gespalten. Papandreou möchte eine neue politische Bewegung gründen und seiner Ex-Partei Konkurrenz machen.

Geht Papandreous Strategie auf, dann könnte die PASOK sogar gänzlich aus dem griechischen Parlament verschwinden. Damit wäre eine der beiden Gründungsparteien der griechischen Demokratie aus dem Jahr 1974 nach gut 40 Jahren Geschichte.

Samaras' Nea Dimokratia ebenfalls vom Machtverlust bedroht

Aber auch Ministerpräsident Antonis Samaras und seinen Christdemokraten könnte es politisch Ende Jänner an den Kragen gehen. Alle Umfragen deuten auf einen Sieg der linken Bewegung Syriza hin. Die Nea Dimokratia müsste sich mit dem zweiten Platz begnügen und damit wohl mit dem Machtverlust als Regierungspartei bezahlen. Denn neben Syriza sollen auch andere Oppositionsparteien deutlich an Zustimmung gewinnen. Dies könnte zu ganz neuen Mehrheiten in Athen führen.

Panik herrscht deshalb bereits bei den großzügigen Geldgebern Griechenlands in der EU-Kommission, der EZB und dem Internationalen Währungsfonds. Alexis Tsipras, Parteiführer der Bewegung Syriza, hat bereits angekündigt, dass er viele Reformen rückgängig machen möchte und gleichzeitig einen neuen Schuldenschnitt mit den Gläubigern Griechenlands anstrebt.

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