Linksextremisten griffen in Leipzig eine Polizeiwache an.

Bild: Florian Bausch / flickr (CC BY-SA 2.0)
In Leipzig griffen 50 vermummte Linksextremisten eine Polizeiwache an

In Deutschland arten die Attacken linksextremer Gruppierungen gegen Polizei und öffentliche Einrichtungen zusehends aus. Im Leipziger Stadtteil Connewitz griffen an die 50 vermummte Linksradikale eine Polizeiwache an und verursachten einen Schaden im oberen fünfstelligen Bereich.

Asylwerbertod als Auslöser

Alle 50 Täter konnten unerklärlicherweise unerkannt fliehen. Auslöser für die Gewalttat – es wurden Feuerwerkskörper und Farbbeutel auf die Wache geschleudert – ist der Tod des afrikanischen Asylwerbers Oury Jalloh im Jahr 2005. Dieser kam damals in Polizeigewahrsam zu Tode, als er betrunken in seiner Zelle ein Feuer gelegt hatte. Doch die selbsternannten Gutmenschen wollen diese Geschichte bis heute nicht glauben und forderten durch die gewalttätige Aktion eine neue Untersuchung. Auf der linksradikalen Plattform Indymedia wurde zudem ein Bekennerschreiben veröffentlicht, welches Passagen wie diese enthält:

So zerstörten wir mit Steinen alle Frontscheiben des Reviers, verzierten diese mit Farbe und liesen auf unserem Weg neben Glasscherben und Steinen auch Krähenfüße zurück für alle herbeigerufenen Streifenwagen.

Aufgrund des zehnten Todestags von Jalloh wurde eine eigene Gedenkveranstaltung für den Asylwerber veranstaltet, welche von rund 700 Teilnehmern besucht wurde. Organisiert wurde sie von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh.

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