Franken-Kredit beschert Salzburger Messe 27 Millionen Extrakosten.

Foto: Bild: Salzburgwiki/Wikimedia (CC BY 3.0)
Salzburgs Schulden steigen durch Franken-Aufwertung massiv an

Eine neue „Altlast“ aus der Regierungszeit von Ex-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) und ihrem Stellvertreter David Brenner (SPÖ) ist nun in Salzburg aufgeschlagen. Im Zuge der massiven Aufwertung des Schweizer Frankens kommen die Salzburger Messegesellschaft und ihre Gesellschafter massiv in ökonomische Schwierigkeiten. Einer in den Jahren 2007/2008 aufgenommener 80 Millionen Franken-Kredit ist durch die Aufwertung der Schweizer Währung mit einem Schlag um 27 Millionen Euro teurer geworden.

Eigentlich sind das Land Salzburg, die Stadt Salzburg und die Wirtschaftskammer (WKO) Mitgesellschafter des Messezentrums. Stadt und WKO weigerten sich aber damals die Ausfallshaftung bei einem Scheitern der Konstruktion zu tragen. Nun sitzt das Land Salzburg einmal mehr auf Zusatzschulden. Im Jahr 2017 sollte die Gesamtsumme nämlich zurückgeführt werden.

Rot-Schwarzer Streit um Franken-Spekulationskredit aus dem Jahr 2008

Im Jahr 2008 gab es in Salzburg eine rot-schwarze Regierung. Die einstigen Koalitionspartner von SPÖ und ÖVP sind in der Wahrnehmung der damaligen Kreditaufnahme allerdings geteilter Meinung. So beklagt sich der nunmehrige ÖVP-Finanzlandesrat Christian Stöckl, dass er bereits vor zwei Jahren aus dieser Konstruktion ausgestiegen wäre, es dafür aber keine Landtagsmehrheit gegeben hat. Die jetzige Oppositionspartei SPÖ kontert, dass Stöckl ja allein hätte aussteigen können, ohne den Landtag damit zu befassen.  

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