Bettlerkontrollen: Nur 16 Verhaftungen auf Wiener Adventmärkten – Unzensuriert

“Aktion scharf” der Wiener Polizei gegen Bettler war reine Alibi-Aktion.

Foto: Bild: Plani/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Bettlerkontrollen: Nur 16 Verhaftungen auf Wiener Adventmärkten

Eine mehr als bescheidene Bilanz haben Wiener Polizei und Verwaltungsbehörden für ihre „Schwerpunktkontrollen“ gegen Bettler bei den weihnachtlichen Adventmärkten aufzuweisen. Obwohl die gesamte Stadt von ganzen Hundertschaften von Bettlern auf Einkaufsstraßen und Märkten regelrecht belagert war, wurden lediglich 115 Bettler innerhalb von 10 Einsatztagen kontrolliert. Das macht einen mehr als bescheidenen Schnitt von 11,5 kontrollierten Bettlern pro Tag während der gesamten Adventzeit aus.

Noch schlechter schaut es bei den Verhaftungen der durch die Bank als „gewerbsmäßig“ zu bezeichnenden Bettler aus. So wurden lediglich 16 Verhaftungen vorgenommen.

Keine Bilanz über die abgenommenen Bettler-Gelder durch Behörden

Dass die „Aktion scharf“ offensichtlich vor allem Alibi-Charakter hatte, zeigt die Tatsache, dass die Behörden nicht einmal in der Lage sind, eine offizielle Bilanz über die „abgenommenen Bettler-Gelder“ zu legen. Auch die Höhe der ausgesprochenen Strafen wurde gegenüber der Öffentlichkeit nicht preisgegeben.Dafür ist wenigstens die Nationalität eines Großteils der Bettler  bekannt gegeben worden. Laut Behördenmitteilung sind rund 70 Prozent der angetroffenen Bettler aus Rumänien.

200 Euro Sozialhilfe im Monat bekommt etwa ein Rumäne in seinem eigenen Land. Davon soll er seine Familie ernähren. Das ist natürlich viel zu wenig und Grund genug, nach Wien zu kommen, um hier der Bettelei nachzugehen.

FPÖ fordert Bettelverbot

Ein Verbot der Bettelei würde die Arbeit der Polizei deutlich erleichtern. Diese hat mittlerweile aufgrund der stark ansteigenden Terrorbedrohungen alle Hände voll zu tun. "Es ist hoch an der Zeit, dass der Bürgermeister den Druck auf die Innenministerin erhöht, um 1500 Polizisten mehr für Wien zu bekommen. Der Bedarf an Exekutivbeamten steigt stetig, Polizisten müssen immer mehr Überstunden machen, um sowohl in einer 'Soko-Bettler' als auch in Sachen Terror-Prävention aktiv sein zu können. Doch anstatt ein vernünftiges Sicherheitskonzept auf die Füße zu stellen, sollen weitere Polizeidienststellen geschlossen werden", sagt etwa der Klubobmann der Wiener FPÖ, Mag. Johann Gudenus.

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