Seestadt Aspern stellt Basketballkorb vor ein Fenster

Die immer noch in Bau befindliche Seestadt Aspern im Nordosten Wiens zieht schon jetzt viele Mieter an, welche sich auf das neu erschlossene Wohngebiet freuen. Die Stadt Wien hat aber auch hier die Nähe zur Praxis vermissen lassen und den künftigen Bewohnern einige Ärgernisse eingeräumt.

Störfaktor inklusive

Besucht man die bereits eingezogenen Mieter in der Seestadt, wartet nicht nur eine U-Bahn-Reise quer durch eine karge Landschaft, sondern auch allerlei Erstaunliches vor Ort. So hat sich der soziale Teil der Planer zwar um Kinderspielplätze gekümmert und Sportmöglichkeiten für junge Menschen geschaffen, offenbar aber nicht mit den übrigen Architekten abgesprochen.

So findet sich, eingepfercht zwischen Häuserwänden, ein Basketballplatz in Miniaturausführung mit einem Korb direkt vor einem Fenster. Unzensuriert.at nimmt an, dass für diese Wohneinheit eine extra Haushaltsversicherung besteht oder auch Panzerglas verwendet wurde. Ohne Zweifel ist der Störfaktor im Wohnerlebnis inklusive.

Interessant ist aber nicht nur der fehlplatzierte Korb vor einem Fenster, sondern auch diverse elektrische Schaltkästen, die sich im unmittelbaren Umfeld des Basketballplatzes befinden. Dem Internetauftritt der Seestadt Aspern kann man aber nicht nur diese Highlights entnehmen, sondern auch eine Werbung für Vielfalt und Offenheit, welche künftige Mieter anlocken sollte.

Bei der Gebäudeplanung greift aspern Qualitäten auf, die in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten waren: Anstelle anonymer Gebäudeblöcke gibt es gemischte Strukturen. Shops, Lokale oder Werkstätten im Erdgeschoß sorgen für Leben. Wohnen und Arbeiten an einem Ort ist hier attraktiv.

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