Frankreich: Islamismus wird nicht beim Namen genannt

Marine Le Pen, Kopf der französischen Front National, bezichtigt laut france24 die französische Regierung, den Kampf gegen islamistische Fundamentalisten zu behindern, indem der Begriff selbst vermieden wird. Oft benennen offizielle Stellen die Täter lediglich als "Extremisten" oder "Militante" – im Angesicht der letzten Anschläge wurde dieses Thema nun aktuell.

Gegenüber der New York Times wirft Le Pen dem Außenminister Laurent Fabius und dem ganzen politischen Establishment vor, dem Feind nicht "ins Auge zu sehen" und zu wenig wachsam zu sein: "Man tut unseren muslimischen Mitbürgern keinen Gefallen damit, die Dinge unausgesprochen zu lassen. Islamischer Terrorismus ist ein Krebs des Islams, und Muslime müssen ihn mit uns bekämpfen." 

Massive Welle verborgener Immigartion

Weiters macht Le Pen für die Eskalation der Lage das europäische Prinzip der offenen inneren Grenzen sowie die "massiven Wellen der legalen und verborgenen Immigration" verantwortlich. 

Nachdem die Dschihadistenbrüder in Frankreich zwölf Menschen niedergeschossen und dabei "Allahu Akbar" gerufen hatten, verkündete der Außenminister im Radio: "Ich möchte nicht den Zensor spielen, aber ich denke, das Wort 'Islamist'… ist nicht das richtige. Ich nenne sie Terroristen. Denn sobald man das Wort Islam benutzt, vertritt man die Idee der Kontinuität zwischen einem Muslim – der seine Religion, eine Religion des Friedens, ausübt – und etwas, das eine Interpretation der islamischen Religion ist."

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