Tom Touri beim Auftritt am FPÖ-Oktoberfest im Wiener Prater.

Foto: Bild: Copyright Thomas Bahrenberg
Nach Auftritt am FPÖ-Oktoberfest fühlt sich Schlagersänger gemobbt

Noch nie hat es in der Zweiten Republik in Wien einen Bürgermeister einer anderen Partei als der SPÖ gegeben. Diese Bastion der Roten wird deshalb, ähnlich wie es die ÖVP in Niederösterreich praktiziert, mit allen erlaubten und manchmal wohl auch mit unerlaubten Mitteln verteidigt. Dies bekommt gerade ein Schlagersänger zu spüren, der am Oktoberfest der Freiheitlichen auftrat und seither bei Engagements geschnitten wird.

Zwei Auftritte bereits abgesagt

In der Simmeringer Bezirkszeitung macht der Sänger Tom Touri seinem Ärger darüber Luft, erzählt, dass er gemeinsam mit der John Otti Band am Oktoberfest der FPÖ in der Luftburg im Wiener Prater augetreten sei und seither Probleme habe, Engagements im roten Wien zu finden. Zwei Auftritte sollen aus diesem Grund bereits abgesagt worden sein – auf dem "Pink Christmas Day in Vienna" und auf dem Simmeringer Faschingsumzug. "Ich muss auf meine Karriere schauen, denn ich bin für jeden Auftritt dankbar, egal für wen, ob nun blau, schwarz oder rot. Genau so wenig spielt eine Hautfarbe dabei eine Rolle", sagt der Schlagersänger, der mit seinen Stimmungsliedern schnell Karriere machte.

Er fände es schlimm, wenn eine Partei einen Musiker verurteilt, wenn dieser bei einer anderen Partei als der ihren auftritt. Tatsächlich geschieht das aber in Wien immer wieder, weshalb Künstler, die auch noch auf Förderungen angewiesen sind, sich öffentlich gerne von den Blauen distanzieren. Wer das tut, wird von der SPÖ-Stadtregierung geliebt und dem werden auch gerne Subventionen der Steuerzahler überwiesen.

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