Dschihadisten benützen häufig türkische Fälscher-Pässe

Foto: Bild: Boy from far/Wikimedia ((CC BY-SA 3.0)
Spanische Polizei: 100.000 EU-Dschihadisten unterwegs

Immer bedrohlicher wird offenbar die Sicherheitslage in der Europäischen Union durch Heimkehrer aus dem Dschihad in Syrien und im Irak. Wie die Spanische Polizei jetzt bekannt gab, rechnet Madrid mit bis zu 100.000 EZ-Dschihadisten, die aus den Kampfgebieten im nahen und mittleren Osten bzw. Nordafrika wieder EU-Gebiet erreicht haben. Die bisher veröffentlichten EU-Zahlen von „maximal“ 4.000 Kämpfern sollen weit untertrieben sein. Bedienen sollen sich die Kriegsheimkehrer vor allem internationaler Schlepperbanden, die damit ein lukratives Geschäft machen. Nach und nach beheimatet sich so in der EU eine ganze Dschihadisten-Armee. 

So sollen zwischen 6.000 und 10.000 Euro für die „Rückführung“ in das EU-Gebiet verrechnet werden. Die „Heimkehrer-Routen“ laufen über Nordafrika, teilweise aber auch über südamerikanische Destinationen, wo nach einem Zwischenstopp zumeist die „Spanien-Route“ zurück in die EU genommen wird.

Gefälschte Pässe: Türkische oder griechische Staatsbürgerschaft

Die gefälschten Pässe für den Dschihadisten-Transfer kommen fast ausschließlich aus entsprechenden Werkstätten in Istanbul oder Athen. Verwendet werden Identitäten mit türkischer oder griechischer Staatsbürgerschaft. Gelegentlich werden sogar israelische oder britische Fälscher-Pässe verwendet. Erst jüngst hob die spanische Polizei eine vierköpfige Dschihadisten-Zelle aus, die neben Waffen und Kokain auch Barmittel für die mutmaßliche Schleusung von Kampfgenossen gebunkert hatten. 

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