Weil er einem lesbischen Paar die Hochzeitstorte verweigerte, steht nun ein Bäcker in den USA vor dem Ruin.

Foto: Bild: Bev Sykes/flickr (CC BY 2.0)
Bäckerei musste schließen weil sie lesbischem Paar Hochzeitstorte verweigerte

Im US-Bundesstaat Oregon musste eine Bäckerei schließen, weil die Besitzer den Wunsch eines lesbischen Paares ablehnten, eine Hochzeitstorte für sie zu backen. Dem Familienbetrieb droht nun, neben der bereits vollzogenen Schließung, eine Geldstrafe von bis zu 150.000 Dollar.

Sexuelle Orientierung steht über religiösen Gefühlen

Der Besitzer der Bäckerei, Aaron Klein, verweigerte demnach im Jahr 2013 die Bedienung eines homosexuellen Paares aufgrund seiner religiösen Einstellung. Nun fand ein lokales Gericht den Bäcker der Diskriminierung schuldig. Nach dem sogenannten Oregon Equality Act von 2007 ist es privaten Unternehmen nämlich verboten, Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung die Dienstleistungen zu verweigern . Lediglich private Schulen und Organisationen dürfen dies.

Der Staat Oregon nimmt in seinem Urteil keine Rücksicht auf die religiösen Gefühle des Angeklagten. Die Anwältin von Klein kritisierte die Entscheidung des Gerichtes scharf. Nun werde man gezwungen, zwischen seiner religiösen Überzeugung und einer möglichen Schließung seines Unternehmens zu entscheiden, so die Kritik. Zusätzlich drohe der Familie nun nach dem Urteil der finanzielle Ruin, nur weil sich ein homosexuelles Paar in seiner Ehre verletzt fühlte. 

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