FDP-Rebell beklagt Kadavergehorsam im Bundestag

Die Ankündigung des CDU-Konservativen Wolfgang Bosbach, bei einer Verlängerung der Griechenland-Hilfe eventuell aus dem Deutschen Bundestag auszuscheiden, rief weitere Kritiker der deutschen Griechenlandpolitik auf den Plan. Frank Schäffler, bis 2013 FDP-Bundestagsabgeordneter und Rebell gegen Griechenland-Hilfe sowie ESM, packte gegenüber FOCUS Online aus.

Der ehemalige Bundespolitiker, heute Betreiber einer liberalen Denkwerkstatt, beklagte Kadavergehorsam und Ausgrenzung im deutschen Bundestag. Dies habe der über viele Jahre selbst erlebt.

Von eigener Fraktion sanktioniert

Schäffler schilderte, dass er durch seine konsequente Haltung gegen die Griechenlandpolitik der damaligen schwarz-gelben Koalition in Berlin durch die eigene FDP-Fraktion sanktioniert wurde: Zuerst musste er 2010 den Vorsitz im Finanzausschuss des Bundestages aufgeben, dann wurde er in Fraktionssitzungen „immer wieder zur Rede gestellt und richtig hart rangenommen.“ Während Kritik an seiner Person durch gleichgeschaltete Fraktionskollegen beklatscht wurde, bestrafte man Schäfflers Meinungsäußerungen mit zur Schau gestellter Ignoranz.

Schäffler suchte in Folge Kontakt mit den Eurorebellen in der CDU/CSU, wie Bosbach oder Peter Gauweiler. Ein Ausscheiden von Bosbach aus dem Bundestag würde Schäffler ausdrücklich bedauern. 

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