Handelsblatt-Redakteur hält Tsipras und Co für nicht mehr kreditwürdig.

Foto: Bild: FrangiscoDer/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Handelsblattredakteur sagt dreimal Nein zu Griechenland-Hilfe

Ein dreimaliges „Nein“ schreibt der Handelsblatt-Redakteur Oliver Stock der deutschen Bundesregierung und dem deutschen Bundestag in Berlin in Sachen Griechenland-Hilfe ins Stammbuch. Unter dem Titel „Ein dreifaches Nein nach Athen“ formuliert Stock drei Gründe, warum eine neuerliche Griechenland-Finanzierung der falsche Weg ist. 

Hauptgrund für Stocks Ablehnung ist, dass offensichtlich niemand in Deutschland weiß, wie viel Geld bisher aus Deutschland tatsächlich nach Athen geflossen ist. Nachfragen des Handelsblattes waren offensichtlich unbeantwortet geblieben:

Schon unsere Frage danach, wie viel Geld denn bislang überhaupt im Feuer ist, brachte unsere Ansprechpartner in Deutschland ins Schwitzen. Meiner Vorstellung vom Umgang unter Kaufleuten entspricht dieser Zustand nicht. Wo so wenig Durchsicht herrscht, möchte ich nicht mehr Geld für diesen Zweck aus meinen Steuern bereitstellen.

Kein Vertrauen in Reformfähigkeit der Griechen 

Auch mit dem Vertrauen in die grundsätzliche Reformfähigkeit der Griechen ist die Geduld in der Handelsblatt-Redaktion offensichtlich enden wollend:

Das zweite Nein liegt daran, dass ich kein Vertrauen in die griechische Reformfähigkeit habe. Die Regierung von Ministerpräsident Tsipras ist mit dem Versprechen an die Macht gekommen, dass sie spürbare Reformen zurücknimmt. (…) Über das Reformpapier seiner Regierung war lange nur bekannt, wo sie die Einnahmen erhöhen will, bei den Steuern für Reiche zum Beispiel  oder bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung. Das sind wohlfeile Vorhaben – aber nur die eine Seite der Medaille.

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