EU-Steuergelder gehen an Saatgutkonzerne in der Ukraine

Die Europäische Union fördert massives "Landgrabbing" in der umkämpften Ostukraine. Foto: thierry ehrmann/flickr (CC BY 2.0)
Die Europäische Union fördert massives "Landgrabbing" in der umkämpften Ostukraine.
Foto: thierry ehrmann/flickr (CC BY 2.0)
1. März 2015 - 15:00

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Eine Anfrage der deutschen Links-Partei in Bezug auf die Verwendung von EU-Geldern für die Ukraine brachte nun brisante Fakten ans Tageslicht. So sollen Gelder der EU, und somit Steuergelder, nicht nur massenhaft in das Nicht-EU-Mitglied Ukraine fließen, sondern dort an nationale und internationale Konzerne weitergegeben werden, welche Land im großen Stil aufkaufen.

Oligarchen missbrauchen EU-Gelder für „Landgrabbing“

Die Steuergelder gehen vorrangig an ukrainische Oligarchen aus Regierungsnähe und deren Firmen. Die Gelder werden von diesen im Gegenzug verwendet, um fruchtbare Ländereien im umkämpften Osten des Landes aufzukaufen. Dort toben sich neben nationalen Konzernen auch Agrarkonzerne wie DuPont und Monsanto aus, bauen genmodifizierten Raps an und erschleichen sich in rechtlosen Kampfgebieten Ländereien, welche eigentlich den ortsansässigen Bauern gehören. Der in der Ukraine angebaute Raps wird übrigens zu 90 Prozent in die EU exportiert.

Im Gegenzug erhält die Ukraine neben großzügigen Steuergeldern aus der EU auch Kredite der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE). 131 ukrainische und 55 internationale Agroholdings sollen bereits Kredite erhalten haben. 

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