Matteo Salvini von der Lega Nord fordert ein sofortiges Ende der massiven Migrationswelle.

Bild: Matteo Salvini /Twitter
Start zur „Eroberung des Landes“: Lega-Nord-Demo gegen Renzi

Italiener reisten am Samstag in vier Sonderzügen und 200 Bussen in ihre Hauptstadt Rom, um dort gegen die Politik des Premierministers Matteo Renzi zu protestieren. Dem Chef der Partito Democratico (PD), einer Partei, die Vollmitglied der Sozialistischen Partei Europas (SPE) ist, wird vor allem von der oppositionellen Lega Nord einiges vorgeworfen: Lega-Boss Matteo Salvini sieht Renzi im Dienst der Industrielobby und er verlangt vom Regierungschef ein sofortiges Ende der massiven Migrationswelle.

Linke besetzten Basilika

Die Lega Nord hat daher eine Großkundgebung auf der zentralen Piazza del Popolo organisiert. Medienberichten zufolge folgten diesem Aufruf von Matteo Salvini tausende Aktivisten. Andere Beobachter sprechen von zehntausenden Teilnehmern der Kundgebung, die auf linksradikale Gegendemonstranten trafen. 4.000 Polizisten mussten dafür sorgen, dass es zu keinen Ausschreitungen kam. Doch schon vor der Lega-Nord-Demo kam es am Freitag zur Besetzung einer Basilika auf der Piazza del Popolo. Damit wollte eine Gruppe von Linken die Veranstaltung der Lega Nord verhindern.

Wie schon bei den friedlichen PEGIDA-Märschen in anderen Städten Europas wollen die Linken also auch in Rom die Meinung anderer Bürger nicht gelten lassen und boykottieren jene Menschen, die ihr demokratisches Recht auf Demonstration ausüben wollen. Das erhitzt natürlich die Gemüter auf beiden Seiten und birgt die Gefahr von Ausschreitungen.

Lega Nord hofft auf starken Stimmengewinne

Lega-Nord-Chef Matteo Salvini, der zum neuen Anführer des Mitte-rechts-Blocks in Italien avancieren will, sagte in seiner Ansprache: "In Rom startet der Einsatz zur Eroberung des Landes, wir wollen Renzi nach Hause schicken." Die Lega Nord hofft auf einen starken Stimmenzuwachs bei den im Mai geplanten Wahlen in sieben italienischen Regionen.

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