Mit Drogenhandel sollen die Piraten-Politiker in Innsbruck Geld verdient haben.

Foto: Bild: A7nubis / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Innsbrucker Piraten: Politiker wegen Drogenhandel angeklagt

„Legal kiffen für die Wissenschaft, Crowdfunding – thc4all“ so hieß das Projekt von zwei Innsbrucker Gemeinderäten. Sie haben über mehrere Monate hinweg an mehr als 2.000 Menschen gegen Entgelt Cannabis vergeben, um damit einen angeblichen Studienerfolg nachweisen zu können. Die Aktion wurde als „wissenschaftlich-medizinische Studie“ angepriesen und beschäftigt nun die Staatsanwaltschaft. Bis zu zehn Jahre Haft könnten die beiden Innpiraten ausfassen. Gemeinderat Alexander Ofer und dessen Ersatz-Gemeinderat Heinrich Stemeseder müssen sich nun wegen des Verbrechens des Suchtgifthandels verantworten, da der Deal laut Staatsanwaltschaft mehreren tausend Personen angeboten worden war.

Geld in Saunaclubs ausgegeben

Zu diesem Vorwurf kommt aber für Gemeinderat Ofer noch erschwerend der Vorwurf wegen Untreue, Veruntreuung und Betrugs hinzu. „Der Angeklagte hat zugestanden, dass er die Parteienförderungsgelder nicht für die Partei, sondern für die Finanzierung seines eigenen Cannabiskonsums verwendet hat“, äußerte sich Staatsanwalt Hanjörg Mayr zu diesem Fall. Weiters habe Ofer auch einen Bekannten damit beauftragt, eine regelrechte Plantage zu erstellen. Die Ernte wurde auch an Minderjährige abgegeben.

Zwar gilt für die beiden Herren die Unschuldvermutung und sie müssen sich vor einem Schöffengericht verantworten. Gut sieht es aber zumindest für Ofer nicht aus. Zu den Vergehen gegen das Suchtmittelgesetz kommt für ihn auch noch erschwerend ein Piraten-Projekt für Soziales Wohnen hinzu, bei dem es laut der Tiroler Tageszeitung zu skurrilen Vorfällen kam. Rund 50.000 Euro soll der Beschuldigte von einem Förderer zum Ankauf einer Liegenschaft für Sozialprojekte bezogen und veruntreut haben. Wenige Wochen später berichtete er dem gleichen Förderer, nur mehr wenig Geld zu benötigen und erhielt daraufhin weitere 100.000 Euro in bar. Von den insgesamt 150.000 Euro konnten nur noch 34.500 Euro sichergestellt werden. Der restliche Betrag wurde laut Ermittlungsergebnissen für den Einkauf von Suchtgift, Büroeinrichtungen und regelmäßige Besuche in „Saunaclubs“ ausgegeben.

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