Die Universität Wien feiert heuer ihr 650-jähriges Bestehen.

Foto: Bild: James Mason-Hudson / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
650 Jahre Uni Wien: Trostlose Universitätssituation zum Jubiläum

Am 12. März 2015 feierte die Universität Wien als älteste der bestehenden deutschen Universitäten ihren 650. Geburtstag.

Als der Verfasser dieser Zeilen im September 1988 erstmals akademischen Boden betrat, spielte der Wiener Sportclub noch in der obersten Liga – und die Uni auch. Der Jus und Geschichte Inskribierende erlebte sofort seine erste Anekdote: Er wurde im Audimax vom ÖH-Chef des Juridicums höchstpersönlich beraten, der der ÖVP-nahen „AktionsGemeinschaft“ angehörte, die sich selbst als „grün-liberal“ bezeichnete. Der alte Hase wollte den Neuling mit dem Hinweis erschrecken, dass er für falsches Ausfüllen des Formulars von Amts wegen mit 1.200 Schilling bestraft würde. Der Name des Juristenchefs: Rainer Hazivar, heute als Moderator der ZiB1 bekannt. Seine damalige rechte Hand und auch private Partnerin: Birgit Schwarz, bis vor kurzem noch ORF-Korrespondentin in Berlin.

Taxi-Prüfung für Studenten zu schwer

Die AG ist mittlerweile auf den dritten Platz hinter Roten und Grünen abgerutscht, die mit KPÖ oder anderen Linken koalieren. Aber auch sonst hat sich einiges verändert: Jene Linksaußen-Studis, die früher vor der Uni mit Transparenten standen, wie „Die Brüfungen sinnd zu schwär“ oder „Weldrewoluzion!“, sind heute selbst Lehrende. Das seinerzeitige Bonmot „Diplom – Doktorat – Taxlerschein“ ist nicht mehr aktuell, viele „StudentInnen“ hätten keinerlei Chance, die Taxi-Prüfung zu bestehen und können nur mehr als Sozialarbeiter eingesetzt werden.

Während der an Geld und Rechten arme Lektor früher die erste Stufe für Uni-Lehrende nach dem Studium war, lautet das Urteil nun oft „lebenslang“. Deshalb schenkte die „IG LektorInnen“ am Jubiläumstag, dem 12. März,  vor der Uni Suppe aus und verteilte Flugzettelchen.

Uni Wien: Schlechtes Ranking, viele Studierende

In einem Werbekurzfilm wird erwähnt, dass die Uni Wien neun Nobelpreisträger hervorbrachte, darunter Karl Landsteiner, der herausfand, dass es verschiedene Blutgruppen gibt. Heute wäre das nicht mehr möglich, denn die Mediziner wurden 2004 ausgegliedert und zur eigenen Uni. Trotzdem explodierte die Zahl der Inskribierenden an der „Hauptuni“ auf 92.000. Man ist stolz, damit die „größte Universität Mitteleuropas“ zu sein. Dafür gehört man seit 2011 nicht mehr zu den besten 100 der Welt.

Das erinnert stark an die SPÖ in Wien, die unbedingt die 2-Millionen- Einwohner-Grenze erreichen will, obwohl Wohnungen und Arbeitsplätze fehlen. In der Nix-verstehen-Stadt mit explodierenden Schulden und kollabierendem Gesundheitssystem lassen sich Übeltäterinnen auch noch unbekümmert als „Good Weibs“ plakatieren…

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