Unter der Akropolis blüht weiterhin die Korruption.

Foto: Bild: Daniel Glage / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Griechischer Minister Katrougalos in Korruptionsskandal verwickelt

Griechenland bleibt auch unter dem linken Ministerpräsidenten Alexis Tsipras die europäische Hochburg der Korruption. Der Syriza-Minister Georgios Katrougalos, verantwortlich für Verwaltungsreform und öffentlichen Dienst, wurde nun dabei ertappt, wie seine eigene Anwaltskanzlei Provisionsvereinbarungen mit ehemaligen Beamten abgeschlossen hat. Inhalt dieser Vereinbarungen ist eine 12-Prozent-Provision für den Fall, dass die Beamten wieder in den öffentlichen Dienst Griechenlands aufgenommen werden.

Dieser Anspruch besteht unabhängig davon, ob die Wiedereinstellung gerichtlich oder außergerichtlich durchgesetzt wird. Abgeschlossen wurden diese Vereinbarungen kurz nach den Parlamentswahlen Ende Jänner, als bereits feststand, dass der linke Anwalt Katrougalos Mitglied der Regierung werden soll.

Katrougalos beteuert seine Unschuld

Minister Katrougalos beteuert in der Causa seine Unschuld. Seine Rechtfertigung: Er würde nicht von der Provisionsvereinbarung unmittelbar profitieren, sondern seine Anwaltskanzlei. Gleichzeitig betonte er, dass eine Teilhaberschaft ohnehin seit den Europaparlamentswahlen 2014 ruhen würde.

Dass unter diesen Voraussetzungen wohl auch an keine effiziente Bekämpfung von Schwarzgeld und Steuerhinterziehung zu denken ist, bestätigt sich für Griechenlandkenner wieder einmal. So sollen allein 800 Millionen Euro griechisches Schwarzgeld in der Schweiz gebunkert sein, darunter auch Gelder der Familie des ehemaligen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou.

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