Krankenhaus Nord wird nicht plangemäß fertig

Das Krankenhaus Nord wird immer mehr zu einer politischen Baustelle für die rot-dominierte Wiener Stadtregierung. Seit 2011 wird auf dem ehemaligen ÖBB-Gelände in Wien Floridsdorf gebaut, 2015 – so hieß es – hätte das Krankenhaus in Teilbetrieb gehen sollen. Wer aktuell auf das Areal sieht, bekommt eine Baustelle zu sehen, von einem Teilbetrieb kann keine Rede sein. Mittlerweile musste die zuständige SPÖ-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im Zuge einer mündlichen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Wolfgang Seild zugeben, dass das Krankenhaus auch 2016 nicht in Betrieb gehen wird, sondern erst 2017. Einst hatte die Gesundheitsstadträtin dies aber heftig dementiert: „Wir sind im Zeit- und Kostenrahmen. Wir werden 2016 in Betrieb gehen.“ Alles sei auf Schiene, man werde 2016 die ersten Patienten begrüßen können, hieß es.

Wie hoch wird die Kostenüberschreitung?

Seidl allerdings vermutet gegenüber unzensuriert.at, dass auch der Eröffnungstermin 2017 nicht halten wird können. Er warnte davor, dass und die finanzielle Reserve für Baukostenüberschreitungen bereits jetzt fast verbraucht sei. Medien berichteteten mehrmals über die Kostenexplosion von derzeit schon rund 50 Millionen Euro, die noch höher ausfallen dürfte. Auch heißt es immer wieder von einem Chaos auf der Baustelle. Der Stadtrechnungshof hat zuletzt bestätigt, dass 300 Millionen Euro für die Ausfinanzierung des Spitals fehlen. „Natürlich werden auch die Kosten weiter in die Höhe schnellen – ein ungefähres Ausmaß kann zum jetzigen Zeitpunkt freilich nicht einmal geschätzt werden“, kommentierte der freiheitliche Klubobmann im Wiener Rathaus, Johann Gudenus, diese Misere.

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