Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) verteilt Geschenke: Früher gab es für Genossen Wohnungen und Jobs, heute Frühpensionen.

Bild: Werner Faymann / flickr (CC BY-SA 2.0)
Häupl schickt seine „Beamten“ mit 53 Jahren in Pension

Wiener Gemeindebediensteten, die im zarten Alter von 53 Jahren gesundheitsbedingt wegen Burn-out in Frühpension gehen, werden zehn Jahre zur ruhegenussfähigen Dienstzeit zugerechnet. Das heißt: Sie treten mit 53 in den Vorruhestand und erhalten gleich viel Pension wie mit 63. „Da wird Klientel bedient“, empört sich im Samstag-Kurier Pensionsexperte Bernd Marin. Was früher Wohnungen oder Jobs gewesen wären, sei heute die Frühpension im geschützten Sektor. Speziell in Wien machen sich die Roten nach wie vor ihr Bett zurecht, wie sie es brauchen – leider zum großen Schaden der Allgemeinheit.

Pfründe verteidigen

Da wird sich auch nicht viel ändern, so lange die Sozialdemokraten die Macht haben. Und diese verteidigen sie mit allen Mitteln, wie die Ereignisse dieser Tage zeigen. So wurde der grüne Gemeinderat Senol Akkilic abgeworben, um die Pfründe durch die Beibehaltung des ungleichen mehrheitsfördernden Wahlrechts in Wien auch in den nächsten Jahren zu sichern. Wirkliche Reformen, die allen was bringen, nicht nur den „Häupl-Beamten“, kann es deshalb nicht geben. Die Auswirkungen auf die geplante Pensionsreform ist bereits spürbar – denn das Ergebnis der Regierungsklausur zu diesem Thema erschöpfte sich in einem „Evaluierungstermin“ am 29. Februar 2016. Das kommentiert Experte Bernd Marin im Kurier mit Sarkasmus: „Ich bin ja schon froh, dass es nicht der 1. April ist.“

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