Präsident Zeman lässt sich von Washington nicht bevormunden.

Foto: Bild: David Sedlecký/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Tschechischer Staatspräsident weist US-Botschafter die Tür

Ein neuer Konflikt zwischen einem EU-Mitgliedsstaat und den USA ist wegen der aktuellen Russlandpolitik des Westens entbrannt. Der US-Botschafter in Tschechien, Andrew Shapiro, hatte den tschechischen Staatspräsidenten Milos Zeman wegen seiner für den 8. Mai 2015 geplanten Moskau-Reise öffentlicht kritisiert. Zeman rüffelte den Botschafter im Gegenzug und erteilte im „Hausverbot“.

Shapiro nannte die Reise „prekär“, Zeman wäre einzige westliche Spitzenpolitiker, der an den Feierlichkeiten „70 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs“ in Moskau teilnehmen würde. Mit dieser Reise würde Zeman indirekt die Solidarität mit Wladimir Putin und dessen Ukrainepolitik ausdrücken.

US-Botschafter hat Hausverbot auf dem Hradschin

Im Zuge des Rüffels für Botschafter Shapiro drückte der linke Sozialdemokrat Zeman sein Unverständnis über dessen Vorgangsweise aus. So würde der tschechische Botschafter US-Präsidenten Barack Obama auch keine Ratschläge bezüglich dessen Reisediplomatie erteilen. Zeman richtete deshalb dem US-Botschafter aus, dass für diesen in nächster Zeit die Türen des Hradschin, der Prager Burg, und damit seines Amtssitzes geschlossen seien. Damit gilt für den Washingtoner Abgesandten bis auf weiteres ein ausdrückliches Hausverbot.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link