In der Wiener Josefstadt ist es um Parkplätze schlecht bestellt.

Foto: Bild: M 93 / Wikimedia
Unmut in der Josefstadt steigt: Leere Versprechen bei Anrainerparkplätzen?

Während Außenstehende glauben, in der Wiener Josefstadt einen Bezirk gefunden zu haben, in dem die Welt noch in Ordnung ist, brodelt es unter den Anrainern. In der Vergangenheit berichtete Unzensuriert.at immer wieder über diverse Vorfälle, die von empörten Bewohnern geschildert wurden. Neben einem zunehmenden Drogenproblem und der Verwahrlosung von Spielplätzen durch Ausländer kommt aber nun ein neues Ärgernis hinzu. In einem Rundbrief wurde bereits vor Wochen eine positive Initiative von der Bezirksvertretung angekündigt: Es sollten mehr Anrainerparkplätze in dem ohnehin kleinen Bezirk geschaffen werden.

Leere Versprechen?

Vonstatten gehen sollte dieses Unternehmen laut Ankündigung im Laufe des Monats März, sofern es das Wetter und andere Umstände zulassen. Dies machte die Empfänger der Botschaft zum ersten Mal stutzig. Welche Rolle das Wetter beim Aufstellen von neuen Parkschildern spielen sollte, erschloss sich keinem der Leser.

Positiver Dinge erwartete man dennoch über ein Monat lang die angepriesenen Anrainerparkplätze, in denen nur Fahrzeuge mit einem gültigen Parkpickerl für den 8. Bezirk parken dürfen. Da die drei „Hauptstraßen“ in der Josefstadt untertags zu einer „Einkaufszone“ umfunktioniert wurden, darf man dort auch mit Genehmigung und trotz gähnender Leere nicht länger als zwei Stunden sein Auto parken.

Entschuldigung für Verzögerung

Mehr als ein Monat später wurden die Josefstädter aber wiederrum enttäuscht und die angekündigten Stellplätze wurden nur spärlich umgesetzt. Vereinzelt kann man zwar neue Hinweisschilder erkennen, die ausschließlich das Parken für Josefstädter erlauben, in besonders begehrten Zonen wie etwa im Bereich der Kupkagasse blieb alles beim Alten.

Auf Nachfrage im Büro der Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert war man sich des Problems durchaus bewusst und entschuldigte sich auch für die Verzögerung. Da die rasche Umsetzung laut eigenen Angaben wohl doch etwas zu optimistisch geplant gewesen sei und die Wirtschaftskammer einen Einspruch dagegen erhoben habe, konnten viele Parkplätze noch nicht umgestaltet werden. Sie sollten bis spätestens Ende April auf jeden Fall geschaffen werden. Von den Anrainern werden die Parkmöglichkeiten jedenfalls sehnsüchtig erwartet – welche Rolle das Wetter im April bei der Umsetzung spielt, bleibt noch abzuwarten.

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