Wiener Gericht verurteilt Rapper Nazar für Hurensohn-Sager

Rapper – und sind sie noch so SPÖ-treu – dürfen sich doch nicht alles erlauben. Das Bezirksgericht Innere Stadt hat den Skandalmann aus Wien-Favoriten, der zuletzt vom ORF für die Song-Contest-Ausscheidung gepusht wurde, zu 70 Tagessätzen zu je 35 Euro wegen Beleidigung verurteilt, weil er FPÖ-Chef HC Strache bei einem Konzert in der Wiener Arena am 13. Februar als "Hurensohn" beschimpfte. Der 30-Jährige soll nun 2.450 Euro Strafe zahlen, allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Sido wegen Körperverletzung verurteilt

Es könnte sogar sein, dass sich der Strafrahmen für Nazar noch erhöht. Denn bei der Verleihung des Amadeus Awards soll der Rapper erneut ausgerastet sein und gesagt haben, dass es in der Politik "Hurenkinder" gebe. Verbale, aber auch körperliche Gewalt dürften Markenzeichen der Rapper-Szene sein. Denn ein Kollege von Nazar, Sido, dem der ORF ebensfalls eine große Bühne als Juror für die Sendung "Die große Chance" gab, wurde in Berlin rechtskräftig wegen Körperverletzung verurteilt. Dem Musiker wurde vorgeworfen, er habe grundlos einen anderen Gast attackiert und ihm eine Glasflasche gegen den Kopf geschlagen. Sido wurde deshalb zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 15.000 Euro an die Justizkasse zahlen.

Medien schweigen

Von den beiden Rapper-Veruteilungen finden sich in den Medien kaum Notizen. Während einige genüsslich darüber berichteten, dass ein Musikstar HC Strache als Hurensohn beschimpfte, verschweigt man den Lesern nun die Verurteilung für diesen Sager, der einmal mehr das Niveau dieses Künstlers darstellt.

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