Guido Wolf will sich nicht auf eine Homopolitik in der CDU einlassen.

Foto: Bild: Robin Krahl / wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Keine Homopolitik in der CDU: Kritik von Schwulen und Lesben

Nicht nur hierzulange kriselt es in den christlichen Reihen der ÖVP, auch in der deutschen CDU scheint man sich bei entscheidenden Thematiken rund um Homosexuelle nicht einig zu werden. Erst kürzlich wurde dem baden-württembergischen CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf vom parteinahen Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) vorgeworfen, einen möglichen Wahlsieg mit seiner Haltung zu gefährden.

Schwuler Christ zweifelt an Gott

Grund dafür war eine Aussage von Wolf in der Zeitung Mannheimer Morgen, die der Homosexuellenlobby ganz und gar nicht schmeckte: „Für mich ist die Schöpfung darauf ausgerichtet, dass Mann und Frau sich zusammentun, um Kinder auf die Welt zu bringen. Daraus und vom Wohl des Kindes her gedacht kann ich mir ein Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare nicht vorstellen.“

Mit dieser christlichen Argumentation will sich aber LSU-Chef Alexander Vogt nicht zufrieden geben und zweifelt daran, dass Gott gewollt habe, dass sich Schwule und Lesben nicht fortpflanzen können: „Wenn CDU-Politiker heute noch glauben, durch die Bedienung ewiggestriger Meinungen Wahlen gewinnen zu können, haben sie leider nicht erkannt, wie weit sich die Gesellschaft mehrheitlich bereits von solchen Positionen entfernt hat. Stimmen, die die CDU damit am rechten Rand gewinnt, verliere sie doppelt und dreifach in der politischen Mitte.“

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