Nur ideologisch konforme Arbeiten werden von der linken ÖH gefördert.

Foto: Bild: flickr/gaelx (CC BY-SA 2.0)
Bis zu 1.500 Euro ÖH-Gelder für „queer-feministische“ Arbeiten

Die Österreichische Hochschülerschaft in Wien (ÖH-Wien) gibt sich nach außen gern durch und durch antikapitalistisch. Dass dem nicht so ist, wissen die meisten spätestens seit dem Skandal um das Cafe Rosa, bei dem eine halbe Million Euro an ÖH-Geldern versenkt wurden. Nun wirft die Wiener ÖH kurz vor den Wahlen wieder einmal mit den Zwangsbeiträgen der Studenten um sich, um ideologische Projekte zu fördern.

Fördergelder nur für ideologische Arbeiten

So stellt die linke ÖH jeweils 1.500 Euro aus einem eigenen Fördertopf für „feministische und queere Nachwuchsforscher*innen“ zur Verfügung. Angenommene Arbeiten werden zudem von der Universität Wien bei der Publikation unterstützt. Die Anforderungen, um in den Genuß der Förderung zu kommen, sind laut ÖH folgende:

Die Arbeit/das Projekt muss klar den wissenschaftlichen queeren/feministischen Bezug erkennen lassen und darf keine Klischees und Stereotype reproduzieren. Gleichzeitig dürfen keine Rassismen in der Arbeit transportiert werden, dies schließt ein: Exotisierung, die Reproduktion von kolonialen Narrativen, antisemitische Bilder und Erzählweisen, anti-muslimischen Rassismus sowie Anti-Ziganismus.[..] Eine queer-feministische Perspektive beinhaltet für uns immer eine antirassistische Position und Praxis. Für den Fördertopf bedeutet es, dass wir auch Arbeiten fördern, die einen antirassistischen Hauptfokus haben und sich auch queer-feministisch positionieren.

HomoBiTransReferat entscheidet über Vergabe

Ob nun eine wissenschaftliche Arbeit den "strengen Kriterien" eines queer/feministischen Bezugs entspricht, entscheiden allein das Frauenreferat- bzw. das HomoBiTransReferat. Wissenschaftliche Arbeiten welche sich mit anderen, gesellschaftlich wirklich relevanten Themen beschäftigen, werden hingegen nicht von der ÖH gefördert. Es gibt lediglich einen allgemeinen Projekttopf, der aber ebenfalls Gelder für queere und feministische Projekte oder Zeitschriften bereithält. Für Studenten, die der ÖH nicht ideologisch nahestehen, gibt es allem Anschein nach also keinerlei finanzielle Förderungen. 

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