Casinos Austria werden bald neue Gesamteigentümer haben.

Foto: Bild: Johann Jaritz/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Glückspielmonopolist Casinos Austria im Visier ausländischer Investoren

Eine wahre Bieterschlacht ist offensichtlich um einen 67 Prozentanteil am österreichischen Glückspielmonopolist Casinos Austria zwischen der Republik Österreich und einer österreichisch-tschechischen Investorengruppe ausgebrochen. Bei dieser Zwei-Drittel-Beteiligung geht es unter anderem um die Anteile von Raiffeisen, der Privatstiftung von Maria Theresia Bablik und der früheren Kirchenbank Schelhammer & Schattera, welche derzeit von der Grazer Wechselseitigen gehalten werden. Aktuell sollen die Casinos 450 Millionen Euro wert sein. Konkret geht es darum, dass sowohl das österreichische Finanzministerium Alleineigentümer sein möchte, wie auch die Konkurrenz. Diese alternative Bietergruppe soll sich aus der Familie Goldschneider und den Anteilseignern der ehemaligen verstaatlichten tschechischen Lotterie- und Sportwettenkonzern OPAP zusammensetzen.

Casinos und Lotterien politisch fest verankert

In der jüngsten Vergangenheit, konkret seit dem Zeitpunkt als der ehemalige Generali-Versicherungsmanager Karl Stoss die Generaldirektion übernommen hatte, agierten die Casinos und Lotterien durchaus politisch. So setzten sie sich etwa sehr undiplomatisch gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball ein, als sie noch Teilhaber der Hofburgbetreibergesellschaft waren. Gleichzeitig machten sich auch mit einem Mystery-Shopping der Tochtergesellschaft Österreichische Lotterien in Sachen Jugendschutz negative Schlagzeilen.

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