Blitz und Gewitter in Johannesburg. Nicht nur das Wetter scheint in diesen Tagen unruhig – es gibt immer mehr Tote unter den Einwanderern.

Foto: Bild: Derek Keats/Flickr (CC BY 2.0)
Afrikaner töten Nonne (88) aus Niederösterreich

Schock, Wut und Trauer herrscht in der niederösterreichischen Gemeinde Kirchberg an der Pielach. Hier ist jene Ordensschwester aufgewachsen, die in der Nacht auf Sonntag im Kloster von Mariannhill in Südafrika brutal überfallen, ausgeraubt und ermordet wurde. Schwester Stefanie war im 88. Lebensjahr und lebte seit 1952 in Südafrika, wo sie wichtige Entwicklungshilfe in einer Schule leistete. Es war nicht der erste Mord an einer wehrlosen Nonne. Im Vorjahr wurde im selben Kloster eine 82-jährige Ordensschwester getötet.

Gewalt gegen ausländische Bürger

Die Meldung von der schrecklichen Tat erreichte die Heimatgemeinde von Schwester Stefanie zu einer Zeit, in der es in Südafrika zu einer Serie von blutigen Angriffen auf Einwanderer kam. "Wir haben schockierende und inakzeptable Vorfälle der Gewalt gegen ausländische Bürger erlebt", sagte Präsident Jacob Zuma vergangenen Donnerstag im Parlament. Er forderte ein Ende der Gewalt. In der östlichen Hafenstadt Durban wurden in den vergangenen zwei Wochen mindestens sechs Menschen bei Angriffen auf Häuser und Geschäfte von Einwanderern aus Somalia, Äthiopien, Malawi und anderen Ländern getötet. Mehr als tausend Ausländer suchten daraufhin Zuflucht in Lagern. In der Nacht zum Donnerstag wurden auch im Viertel Jeppestown von Johannesburg, Geschäfte von Emigranten angegriffen. Später setzte die Polizei Tränengas und Gummigeschosse in der Stadt ein, um hunderte Einwanderungsgegner auseinander zu treiben.

Zuma mahnte am Donnerstag im Parlament, dass Vorwürfe unberechtigt seien, wonach alle Einwanderer Kriminelle seien. Viele Einwanderer würden vielmehr seltene Fähigkeiten mitbringen, die für die Entwicklung der Wirtschaft hilfreich seien.

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