Wiener Drogenszene fest in der Hand krimineller Ausländer

Die Wiener Drogenszene blüht wie eh und je und ist dabei fest in der Hand krimineller Ausländer. Dabei liefern sich die Spezialeinheiten der Wiener Polizei in Zivil oft filmreife Duelle mit den ausländischen Drogenhändlern. Vor allem Afrikaner beherrschen den Handel mit harten und weichen Drogen in Wien, berichtet aktuell die Neue Freie Zeitung unter Berufung auf die damit befassten Ermittler.. Die Umschlagplätze, meist entlang von U-Bahn-Linien, werden von Bürgerinitiativen beeinflusst, die sich öffentlich gegen den Straßenhandel in ihrem Grätzel wehren und die Polizei unter Zugzwang setzen.

Delikte steigen rasant

Es ist ein fast schon gewohntes Bild entlang der Wiener U-Bahn-Linien U4 und U6: Ein oder zwei Schwarzafrikaner, umringt von (zumeist) eher ungepflegten Personen, die ihnen Geldscheine zustecken. Im Gegenzug greifen die Afrikaner in den Mund und händigen der Kundschaft in Plastik eingeschweißte Kugeln aus. Weiß bedeutet Kokain, bunt Heroin. Manchmal sind die Heroinkugeln auch platt gewalzt – so kann der Drogendealer seine Ware schon im Mund vorsortieren. Droht ein Polizeizugriff, werden die Kugeln einfach verschluckt.

„Wir haben zwei Arten von Kunden: Das eine sind die Afrikaner als Händler, das andere die Österreicher als Käufer, meist auch noch abhängig und zur Prostitution oder anderen illegalen Beschaffungsformen gezwungen“, bringt Wolfgang Preiszler, Mitbegründer der 80-köpfigen „Einsatzgruppe Straßenkriminalität“ (EGS), die Suchtgiftproblematik in Wien gegenüber der NFZ auf den Punkt. Die seit 2003 operierende Freiwilligen-Truppe nimmt pro Jahr im Schnitt rund 1.100 Verdächtige, meist Händler, fest. Allein heuer gab es bis Anfang April schon 215 Festnahmen.

Dealer bekriegen sich gegenseitig

Im Vorjahr wurden knapp 1.100 Drogendealer festgenommen, fast 300 davon Asylwerber. Beschlagnahmt wurden dabei an die 135.000 Euro an Bargeld, 2,3 Kilogramm Heroin, 2,5 Kilogramm Kokain und 92 Kilogramm Cannabis. „In jüngster Zeit treten in der Dealerszene neben den Schwarzafrikanern auch zunehmend Nordafrikaner auf, die vorwiegend mit Haschisch handeln – und meist auch keine Asylwerber sind. Daneben betätigen sich auch noch Bürger der Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens oder Türken als Dealer, etwa rund um das Szenelokal ,Flex‘ am Donaukanal“, schildert Preiszler die Situation. Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Händlergruppen sind an der Tagesordnung. Doch sobald die Polizei eingreift, herrscht einstimmiges Schweigen.

Ebenfalls neu ist die Art, wie die Einsätze der Drogenfahnder seit einigen Jahren zustande kommen. „Wenn sich der Straßenhandel in Wohngebiete verlagert, bilden sich, wie etwa in der Mühlfeldgasse im 2. Bezirk, immer öfter Bürgerinitiativen, die uns unter Handlungsdruck setzen“, erklärt Preiszler. Nicht ohne Erfolg. Nach öffentlichen Auftritten der dortigen Anrainer, die damit Zugang zur medialen Berichterstattung finden, machte die Polizei den Drogenumtrieben rasch ein Ende.

Das gesamte Interview mit dem Drogenkoordinator der Landespolizeidirektion Wien, Oberst Wolfgang Preiszler ist in der aktuellen Ausgabe der Neuen Freien Zeitung zu lesen:

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