Austria Wien missachtet Datenschutz, um Fan aus Österreichs Stadien zu verbannen

Alexander Christian, ein treuer Fan des Fußballklubs Austria Wien, der wie viele andere Austria-Anhänger ohne Angabe von Gründen Hausverbot bekam, hat deshalb jetzt ein Verfahren vor der Datenschutzbehörde gewonnen. Die Wiener Austria hat demnach Daten des eigenen Fans an andere Fußballvereine weitergegeben, deshalb wurde Christian auch bei Auswärtsspielen nicht mehr ins Stadion gelassen oder gebeten, dieses zu verlassen. Da sich das Hausverbot damit auswirkte wie ein Stadionverbot, welches bei der Bundesliga beantragt werden muss und besonderen rechtlichen Bestimmungen unterliegt, rügte die Datenschützbehörde in einer Empfehlung die Weitergabe personenbezogener Daten, wie Christian in einer Presseaussendung mitteilte.

Bei der Verhandlung vor der Datenschutzbehörde stellte sich zudem heraus, dass die Austria die Hausverbotsliste nicht einmal beim Datenverarbeitungsregister angemeldet hatte (erst im März 2015 erfolgte die Eintragung), ebenso bedurfte es erst des Verfahrens, damit eine dem Datenschutzgesetz entsprechende vollständige Auskunft über die zum Hausverbot vorliegenden Daten seitens der Austria erfolgt.

Grüner Steinhauser nimmt Datenschutz nicht so ernst

In der Führung der Austria sind auch – vor allem linke – Politiker vertreten, darunter als Präsident der SPÖ-Nationalratsabgeordnete und Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten, Wolfgang Katzian, der Ex-Minister und Vorsitzende des SPÖ-Pensionistensverbands, Karl Blecha, als Vorsitzender des Verwaltungsrats sowie die beiden SPÖ-Landeshauptmänner Michael Häupl (Wien) und Hans Niessl (Burgenland) als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums. In letzterem Gremium der „Veilchen“ sitzt auch der aktuelle Justizsprecher der Grünen im Nationalrat, Albert Steinhauser, der auf seiner Webseite den Datenschutz als eines seiner politischen Kernthemen ausweist. „In den Medien lässt er stets verlautbaren, wie sehr er sich für das Thema Datenschutz einsetzt. Der vorliegende Fall scheint dem zu widersprechen“, kommentiert Christian diesen Umstand

Auf Alexander Christians Aussendung reagierte die Facebook-Seite „Ostkurve statt Ustkurve“, die sich gegen „Rechte“ im Stadion der Wiener Austria ausspricht, mit einem Eintrag, in dem das Datenmissbrauchs-Opfer des Rechtsextremismus geziehen wird. Zudem veröffentlichte der Seitenbetreiber Christians Telefonnummer und Mailadresse, die dem an Journalisten gerichteten Rückfragehinweis der Presseinformation entnommen waren.

Ist der Betreiber ein Angestellter des Austria-Präsidenten?

Die Facebook-Seite erinnert von der Gestaltung her an Antifa-Veröffentlichungen. Aufrufe zu linksextremen Demos sind dort an der Tagesordnung. Dahinter soll als Betreiber, so wird ebenfalls auf Facebook spekuliert, ein Mitarbeiter der Gewerkschaft der Privatangestellten stecken, deren Vorsitzender Austria-Präsident Katzian ist. Ein allzu treuer Fan dürfte der anonyme „Kämpfer gegen Rechts“ selbst nicht sein, waren doch die wahren Anhänger zu der Zeit, als der Vermerk über Alexander Christian veröffentlicht wurde, auf dem Weg zum Cup-Halbfinale nach Wolfsberg (Kärnten), das die Austria – nach den jüngsten Leistungen überraschend – 3:0 gewann.

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