TU-Wien: Umweltschutz zu politisch für Rektorat

Im Zuge des anstehenden Wahlkampfes erhielt der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) vor wenigen Tagen eine äußert interessante Zuschrift von einer naturliebhabenden Studentin an der TU-Wien. Die junge Frau wollte sich für den Erhalt eines Stücks Umwelt einsetzen, scheiterte aber an der politischen Bürokratie des Rektorats. Ein Plakat mit der Aufforderung, den Wiener Hörndlwald im 13. Bezirk zu schützen, fiel laut zuständigen Personen unter eine ideologische Werbung, welche an Universitäten keinen Platz habe.

Fragwürdige Vergabe von Genehmigungen

Nun ist es eine Gegebenheit, dass an Universitäten für alle Poster, die man aufhängen möchte, ein formeller Genehmigungsstempel einzuholen ist. Eben jener Stempel wurde mit einer dubiosen Begründung verweigert: Die Bürgerinitiative sei politisch motiviert und darum abzulehnen. „Ehrlich gesagt, geht es mir nicht um Politik, sondern um die Natur, besonders da die meisten Studenten aus finanziellen und zeitlichen Gründen sehr geringe Möglichkeiten haben, sich in der unberührten Natur vom Stress zu erholen – vor allem in Wien!“, äußerte sich die enttäuschte Studentin hierzu.

Skurriler Weise findet sich aber an eben jener Anschlagtafel ein Informationsplakat zu einer durchwegs politisch motivierten anti-TTIP-Veranstaltung und erst vor einem Jahr wurde sogar der SPÖ-EU Parlamentarier Josef Weidenholzer zu einem Vortrag in die Räumlichkeiten der technischen Hochschule eingeladen. Für den RFS ergibt sich hier einiges an Erklärungsbedarf von Seiten des Rektorats. Spitzenkandidat Felix Mayrbäurl, selber Student an der TU-Wien, sieht hier auch die ÖH am Zug, welche in einem akademischen Diskurs zwischen Studenten, Professoren und Rektorat kommunizieren sollte.

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