FPÖ-Abgeordneter Walter Rosenkranz verlangt von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) Aufklärung über die “Nazi-Methoden” im Geschichtsunterricht einer Hauptschule.

Foto: Bild: C Parlamentsdirektion / WILKE
Eltern empört: “Nazi-Methoden” an der Hauptschule

Schüler der vierten Klasse Hauptschule wurden vom Geschichtslehrer in eine Ecke gedrängt, wo sie der Lehrer dann mit Tischen einkesselte. Einmal „gefangen“, sollen sie auch gezwungen worden sein, ihre Socken auszuziehen. Die Mädchen hätten – so empörte Eltern – die Arme geradeaus strecken müssen – und wenn eine Schülerin das längerer Zeit nicht schaffte, wären die Buben dafür bestraft worden: mit 20 Liegestützen. Dieser Vorfall ereignete sich nicht etwa im Irak, in den Arabischen Emiraten oder in der schrecklichen NS-Zeit, sondern an der oberösterreichischen Hauptschule Bad Leonfelden. Im Jahr 2015.

Parlamentarische Anfrage an Bildungsministerin

Der FPÖ-Abgeordnete Walter Rosenkranz, von Eltern über diesen Vorfall informiert, spricht von „Nazi-Methoden“ an einer öffentlichen Schule und richtet an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) eine parlamentarische Anfrage, um Licht in diese unglaubliche Affäre zu bringen. Unter anderem stellt er der Ministerin die Frage: „Seit wann gehört es zum Curriculum österreichischer Hauptschulen, Schüler zu behandeln, wie ein Hauptschul-Geschichtslehrer sich vorstellt, dass Juden behandelt worden sind?“ Offenbar war es die Absicht des Lehrers Michael H., den Schülern am eigenen Leib spüren zu lassen, wie sich jüdische Bürger in der Schreckenherrschaft der Nazis gefühlt haben müssen.

Eltern stellten Lehrer zur Rede

Bei den Schülern und Eltern kam diese Unterrichtsmethode allerdings überhaupt nicht gut an, weshalb sie den Lehrer zur Rede stellten. Dieser rechtfertigte sich den Eltern gegenüber dem Vernehmen nach so, dass er die Schüler gar nicht gezwungen hätte, an dieser Aktion teilzunehmen. Schüler berichteten aber Gegenteiliges, nämlich, dass sie, als sie nicht mehr mitmachen wollten, „zusammengeschrien“ worden seien.

Unzensuriert.at wollte von der Direktion der Schule eine Stellungnahme zu den Anschuldigungen, wurde von Direktorin Angela Lonauer in einem kurzen Mail aber auf die Pressestelle verwiesen. Gemeint war wohl die Pressestelle des Landesschulrates, die auf Mail-Anfrage bis dato nicht reagierte. Man kann also gespannt sein, wie die Antwort von Bildungsministerin Heinisch-Hosek zu diesem ungewöhnlichen Geschichtsunterricht in der Hauptschule Bad Leonfelden ausfallen wird.

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