Die ukrainische Eisenbahn kostet die EU 200 Millionen Euro.

Foto: Bild: ??? ?????-???????? / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Ukrainische Eisenbahngesellschaft musste Insolvenz anmelden

Eine neue ökonomische Hiobsbotschaft muss Brüssel aus der Ukraine empfangen: Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia ist insolvent. Diese ukrainische Bahngesellschaft ist nicht mehr in der Lage, ihre Gläubiger zu bedienen. Und das wird auch für die Europäische Union teuer. Für die Geldgeber bedeutet das nämlich einen Ausfall von rund 500 Millionen Dollar, die 2018 mit einer Verzinsung von 9,5 Prozent hätten zurückgezahlt werden müssen.

Nun plant die insolvente Bahngesellschaft eine „Restrukturierung“, was nichts anderes als einen Schuldenschnitt gegenüber den bisherigen Gläubigern bedeuten kann.

EU verliert 200 Millionen Euro durch Eisenbahnpleite

Die Europäische Union ist mit einem Kreditengagement von nicht weniger als 200 Millionen Euro einer der Hauptgläubiger Kiews in Sachen Eisenbahngesellschaftsfinanzierung. Erst 2014 hatte die EU über die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) einen entsprechenden Kredit für die Modernisierung des ukrainischen Eisenbahnnetzes vergeben. Dieser Kredit scheint nun verloren.

Realisten in Sachen EU-Förderungspolitik rechen aber damit, dass findige Lobbyisten in Brüssel schon bald wieder neue Mittel für die Eisenbahn und andere ökonomische Abenteuer in der Ukraine lockermachen werden. Insgesamt hatte etwa die EU-Entwicklungsbank EBWE allein 2014 in der Ukraine 568 Millionen Euro an Verlusten abschreiben müssen.

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