Chinesen bauen in Brasilien und Peru eine 5.300 km lange Eisenbahn.

Bild: Arnoldius/Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
China baut Transozeanische Eisenbahn quer durch Südamerika

China streckt seine ökonomischen Fühler nach Südamerika aus. Mit einer wirtschaftspolitischen Rundreise eröffnet Chinas Ministerpräsident Li Keqiang das Projekt einer Transozeanischen Eisenbahn. Dafür stattet der chinesische Regierungschef Brasilien, Peru, Kolumbien und Chile einen Besuch ab. Geplant ist die Eisenbahnlinie auf brasilianischem Boden unter der Patronanz Pekings vom neuen Atlantik-Superhafen Porto do Acu bis zur peruanischen Grenze im Porto Velho. Von dort soll der insgesamt 5.300 Kilometer lange Schienenstrang bis zum peruanischen Pazifik-Hafen Puerto Ilo geführt werden.

China will mit dieser Bahnlinie Rohstoffe aus Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern über Peru und dann per Schiff nach Asien weitertransportieren.

Infrastrukturfonds finanziert mit 53 Milliarden Dollar brasilianische Projekte

Um die Südamerikaner und insbesondere die Brasilianer für das Eisenbahnprojekt zu begeistern, ist Li Keqiang mit einem gut gefüllten Geldkoffer zur brasilianischen Staatspräsidentin Dilma Rousseff gekommen. Mit insgesamt 53 Milliarden Dollar sollen rund um den Eisenbahnbau 30 weitere Projekte über einen chinesischen Infrastrukturfonds finanziert werden. Zehn Milliarden aus diesem Fonds sollen exklusiv der neuen Eisenbahnlinie zu Gute kommen.

China verfolgt gemeinsam mit Russland schon länger wirtschaftsstrategische Pläne quer über den Erdball. So wurde etwa im Juli 2014 mit Brasilien, Indien und Südafrika als den sogenannten BRICS-Staaten eine eigene Alternative Weltbank aus der Taufe gehoben. 

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