Kabarettist und Schauspieler Florian Scheuba reiht sich mit seinem „Abschaum“-Sager nahtlos in die Reihen der FPÖ-Beschimpfer ein.

Bild: Manfred Werner - Tsui/ Wikimedia(CC BY-SA 3.0)
Florian Scheuba: FPÖ ist Abschaum von Wien

Kabarettist Florian Scheuba ist einer der weniger talentierten Staatskünstler und in der nächsten Sendung von Christoph Grissemann und Dirk Stermann in „Willkommen Österreich“ zu Gast. Dort, im rot eingefärbten ORF, kann er dann die – seit dem unbeschreiblichen Wahlerfolg der Blauen in der Steiermark und Burgenland – an Schärfe zugenommene FPÖ-Beschimpfung nahtlos fortführen. In der letzten Sendung hatte das schon der selbsternannte „Hassprediger“ Serdar Somuncu gemacht, der nicht nur HC Strache als Ratte bezeichnete, sondern auch gleich das ganze österreichische Volk der Geschichtslüge bezichtigte. Scheuba ist da als Gast ein würdiger Nachfolger von Somuncu, denn auf Facebook nennt er die Freiheitlichen den Abschaum von Wien.

Protest gegen Asylantenheim in Wien

Wörtlich schreibt er: „Der Abschaum von Wien geht dazu über, sich mit Hilfe von Schildern erkennbar zu machen.“ Scheuba veröffentlichte dazu ein Bild von einer Demo freiheitlicher Funktionäre und Bürger gegen ein Asylantenheim im 3. Bezirk, bei dem Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) einst versprach, dass es diese Einrichtung nur vorübergehend geben werde. Doch es kam, wie so oft bei Häupl, dann doch anders. In der ZIB-1-Sendung verurteilte der ORF die Aktion: Innenpolitik-Chef Hans Bürger kritisierte, dass die Blauen in Wien gegen ankommende Flüchtlingsfamilien demonstrieren würden – und wenige Kilometer südlich davon, im Burgenland, Koalitionsgespräche zwischen SPÖ und FPÖ stattfänden.

Kind ohne Mutter im Bild

Im Bild, das in allen Medien gespielt wurde, waren zwei Männer mit einem Kleinkind zu sehen, die mit Gepäck ins Flüchtlingsheim einzogen und an den friedlichen Demonstranten vorbei gehen mussten. Wo bitte war die Mutter dieses Kindes? Jeder weiß, dass es sich bei den angeblichen Kriegsflüchtlingen, die über das Mittelmeer kommen, vornehmlich um junge Männer handelt, die hier – im Sozialstaat Österreich – um Asyl ansuchen und auf ein besseres Leben hoffen. Später wird es wohl so sein, dass die Männer ihre Frauen und Kinder nachholen und die Familie mit dem Segen der Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zusammenführen.

Die Bürger aber haben es satt, dass immer mehr Fremde ins Land ziehen, die mitunter auch die Sicherheit gefährden. Sie zünden Matratzen in Traiskirchen an, schmeißen das Essen auf den Boden, weil es ihnen nicht schmeckt, fordern Gratis-Tabakwaren, wie in Linz, oder liefern sich eine Schießerei in der Straßenbahnlinie 49 in Wien, wo ein Todesopfer zu beklagen war und wo einer unbeteiligten jungen Wienerin der Oberschenkel durchschossen wurde. Bei den Streithähnen handelte es sich um zwei Kosovo-Albaner mit negativem Asylbescheid. Da muss die Frage erlaubt sein, was die beiden in Österreich überhaupt noch zu suchen hatten. Statt zu handeln, wird von der derzeitigen politischen Elite nur „Flüchtlings-Anbetung“ betrieben.

Albaner drohten Gemeinderat mit Mord

Der Wiener FPÖ-Gemeinderat Dominik Nepp forderte nach diesem Vorfall in den Wiener Öffis über Facebook, kriminelle Albaner-Banden sofort nach Hause zu schicken. Daraufhin bekam er Morddrohungen dieser Community. Man wollte ihn „auffressen wie ein Löwe“ und einer kündigte an, dem freiheitlichen Politiker die Hoden abzuschneiden. Wenige Tage später wurde eine Messerstecherei in Linz bekannt. Die Medien verschwiegen zuerst, dass es sich dabei um mehrere albanisch-stammende Männer handelte, die in Streit gerieten. Ein 26-jähriger Mann wurde dabei tödlich verletzt.

Wenn Florian Scheuba nächsten Dienstag im ORF zu Gast ist, wird er von all diesen Problemen nichts erzählen. Er ist da offenbar ganz auf Regierungslinie sein, die unter dem Motto „Weitermachen wie bisher“ arbeitet und die wirklichen Sorgen der Bürger einfach ignoriert. Im Gegenteil sogar: Der Zuwanderungsstrom wird nicht gestoppt, es entstehen immer mehr Zeltstädte und kleine Orte werden mit der Ansiedlung von Asylantenheimen überrascht und überfordert.

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