Catrin Kahlweit gab im ORF ein Zerrbild des objektiven Journalismus ab.

Bild: Florian Lechner
Im Zentrum: Eine „Journalistin“ als Kämpferin gegen Rot-Blau

In der ORF-Sendung „Im Zentrum“ hat eine Journalistin ihre Maske der Objektivität abgelegt. Catrin Kahlweit von der Süddeutschen Zeitung inszenierte sich in der Diskussion mit FPÖ-Obmann HC Strache, dem stellvertretenden SPÖ-Klubobmann Josef Cap und dem Politikwissenschafter Anton Pelinka als Hauptgegnerin von Rot-Blau.

Kommentar von Unzensurix

Dabei ging sie über die Frage, ob mit der aktuellen Einigung im Burgenland der SPÖ-Parteitagsbeschluss, nicht mit den Freiheitlichen zu kooperieren, gebrochen wurde, weit hinaus. Aus ihr sprach – wohl stellvertretend für viele Journalisten, als deren Vertreterin sie in die Sendung geholt wurde – eine grundsätzliche Ablehnung der FPÖ und der Wunsch, sie generell von jeder Regierungsbeteiligung fernzuhalten.

Freilich dürfen auch Journalisten eine Meinung und politischen Ansichten haben. Gerade in der aktuellen Debatte gibt es jedoch einen entscheidenden Unterschied: Parteien haben demokratische Wahlergebnisse zu vollziehen und umzusetzen. Man mag es für merkwürdig halten, wenn eine Partei jede Zusammenarbeit mit einer anderen ausschließt, hat jedoch als Bürger bei jeder Wahl die Gelegenheit, dies mit seiner Stimme zu beurteilen und zu korrigieren.

Gegen einen jede Objektivität vermissen lassenden Journalismus ist hingegen kein demokratisches Korrektiv vorhanden. Der Verlust der Leser wird – gerade in Österreich – mit millionenschweren Inseratenaufträgen aus öffentlicher Hand kompensiert. Die Politik – und nicht nur die FPÖ – muss sich fragen, ob sie sich diesem falschen Spiel weiter ausliefern und sich von ideologisch agierenden Journalisten weiter vorschreiben lassen will, welche Politik sie zu betreiben hat, um wohlwollende Berichterstattung zu erhalten.

Lohnt es sich noch, mit solchen Journalisten zu reden?

Die längst in Vergessenheit geratene Aufgabe von Journalisten ist es, zu berichten und nicht zu werten. Von Schreibern vom Schlage der Frau Kahlweit kann das nicht erwartet werden. Die Parteien müssen sich daher fragen, ob es sich überhaupt lohnt, Journalisten mit derart manifest vorgefertigten Meinungen noch Rede und Antwort zu stehen. Ihr ideologischer Bannstrahl kann – wie sich derzeit zeigt – die SPÖ genauso treffen wie sonst die FPÖ. Beide Parteien können vom jeweils anderen Parteifernsehen mehr Objektivität erwarten als von der Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung.

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