Nach Unfall am Bau: Asylwerber aus Eritrea macht "Heimaturlaub"

Nach dem Sturz am Bau weilt der Asylwerber auf Urlaub in Eritrea. Foto: High Contrast / wikimedia (CC BY 3.0 DE)
Nach dem Sturz am Bau weilt der Asylwerber auf Urlaub in Eritrea.
Foto: High Contrast / wikimedia (CC BY 3.0 DE)
24. Juni 2015 - 15:25

Tausende (Wirtschafts-)Flüchtlinge strömen nach Europa, weil sie sich hier bessere Chancen ausrechnen als in ihrem Heimatland. So auch ein junger Mann aus Eritrea, der seinen Angaben zufolge von den schlimmen Zuständen in seinem Heimatland in die Schweiz geflüchtet ist. Er begab sich auf Arbeitssuche, obwohl er mit seinem Ausweis der Klasse F nicht dazu berechtigt ist, zusätzliches Geld zu verdienen. Diese Kategorie besagt, dass dieser Mann in der Schweiz keine Aufenthaltsbewilligung besitzt, aber seine Rückweisung  momentan unzumutbar ist.

Schnuppertag als Verhängnis

Weil ein Bauunternehmer schon seit längerer Zeit einen Lehrling für seine Dachdeckerfirma suchte, wollte er dem jungen Mann dennoch eine Chance geben, in den Beruf hinein zu schnuppern. Solche Schnuppertage müssen grundsätzlich nicht angemeldet werden und die Versicherung greift automatisch im Notfall. Es sei denn, ein vorläufig aufgenommener Ausländer will eine Schnupperlehre machen, so muss der Arbeitgeber ihn beim Migrationsamt Aargau anmelden. Dies war dem Unternehmer allerdings nicht bewusst.

Schließlich meldete sich vergangenen November der 33-jährige Mann aus Eritrea. „Als er eine Routinearbeit ausführte, fiel er rückwärts über eine Brüstung“, sagte der Unternehmer heute verärgert. Doch nicht dieser Unfall sorgte für Ärger, sondern vielmehr, was dann folgte.

Heimaturlaub in Eritrea

Der vermeintliche Flüchtling aus Eritrea wurde ins Krankenhaus gebracht und sollte wegen einer Rückenprellung auch dort bleiben. In dieser Zeit kümmerte sich der Inhaber der Dachdeckerfirma um die Formalitäten und die Krankenversicherung sprang anstandslos für den Vorfall ein. Das Migrationsamt allerdings reagierte weniger kulant und stellte dem Mann eine Strafzahlung von 100 bis 10.000 Franken in Aussicht, weil er den Afrikaner nicht rechtzeitig für den Probetag gemeldet hatte.

Zwar ist sich der Unternehmer seiner Schuld bewusst, er habe es aber nur gut gemeint: „In den Augen des Migrationsamtes habe ich den Asylbewerber schwarz arbeiten lassen. Dabei wollte ich nur, dass er unsere Arbeit kennen lernt“, zeigt er sich heute zerknirscht.

Als er den Mann im Spital aufsuchen wollte, da er seinen Krankenschein für die Abrechnung mit der Versicherung brauchte, verschwand dieser ganz plötzlich aus der Schweiz. Auf Nachfragen, wohin der Asylwerber denn verschwunden sei, bekam er von der Polizei die erstaunliche Antwort, dass er sich auf Heimaturlaub in Eritrea befinde  – just in jenem Land, aus dem er wegen drohender Lebensgefahr geflüchtet ist.

wandere aus, solange es noch geht

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Kommentare

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… „Lebensgefahr“ und „Traumatisierung“ bei derartigen Heimaturlauben aufgefrischt werden, um hier als „Schutzsuchender“ erneut wieder durchgehen zu können!
Unglaublich diese Frechheit …
Frage: Wer lässt sich von solchen Typen nicht verarschen?
Antwort: Die Wahlsieger der nächsten Wahlen!

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Es wird ja null kontrolliert und wenn die ihre Gschichtln durchdruckt haben, macht er zuhause auf grossen Macker mit Markenklamotten und Geldscheinen.

Das sind keine Einzelfälle, beileibe nicht.

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und am dümmsten ist des Staatsvolk, weil diese wählen zuerst die Politiker um dann von diesen belogen, betrogen und zur Kasse gebeten zu werden!