Amokfahrt in Graz: Nahost-Expertin Karin Kneissl zweifelt an der offiziellen Version der Behörden.

Foto: Bild: www.cp-pictures.at/wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Amokfahrt: Nahost-Expertin zweifelt an offizieller Version

Ein Irrer oder doch ein religiös motivierter, fanatischer Attentäter? Die Spekulationen nach der Horror-Fahrt des Alan R. beschäftigen die geschockten Menschen in Österreich immer noch. Und jetzt bekommen sie auch noch Nahrung einer Nahost-Expertin. Denn Karin Kneissl zweifelt an der offiziellen Version zur Tragödie in Graz und sagt in der Kronenzeitung vom 28. Juni: „ Diese zusätzliche Messerattacke – das hat mich stutzig gemacht.“

Diese Amokfahrten sind Terroanschläge

In Kanada, Israel, Frankreich kam es bereits vor der Bluttat in Graz zu derartigen Attentaten. "Diese Amokfahrten müssen als Terroranschläge gewertet werden", sagt Kneissl. Und zur Tragödie in Österreich meint sie: "Ich sehe auch nicht, warum der Grazer Täter im Affekt gehandelt haben soll. Drei Wochen nach dem Ehestreit und der Wegweisung?" Auch dass die Exekutive bereits eineinhalb Stunden nach der Tat als Grund für die Tat eine Psychose nannte, sei für die Expertin "seltsam". Sie kritisiert "die Art und Weise, wie hier sehr rasch andere Motive ausgeschlossen worden sind".

IS befahl Anschläge mit Autos und Messern

Die Gefahr in Europa für weitere Anschläge sei im Fastenmonat Ramadan besonders groß, so Kneissl. "Wir erleben – wie beim jüngsten Mord in Frankreich – einen Feind von innen. Der Täter ist nicht radikal, weil er sich einer Terrororganisation angeschlossen hat, sondern weil er sich selbst seinen Fanatismus zusammengestellt hat." Verfassungsschutz- Experten würden diese Täter "einsame Wölfe" nennen, die jahrelang unauffällig in Europa leben, bevor sie zuschlagen.

Karin Kneissl im Krone-Interview: "Und hier ein Täterprofil zu erstellen ist unglaublich schwierig. Wie auch darüber zu entscheiden, wer ein Fall für die Psychiatrie oder aber ein Terrorist ist." Auf die Frage, in welches Täterprofil der Amokfahrer von Graz passen könnte, antwortete Kneissl: "Diese zusätzliche Messerattacke – das hat mich stutzig gemacht. Denn am 20. September des Vorjahres hat der IS in einem Kommuniqué in mehreren Sprachen befohlen, dass Anschläge mit Messern oder Autos verübt werden sollen."

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