Das Exportgeschäft im Maschinenbau ist wegen der EU-Sanktionen gegen Russland weggebrochen.

Foto: Bild: TheGrenzebachGroup/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Thüringer Wirtschaft leidet massiv unter Russland-Sanktionen

Das „Sanktionsabenteuer“ der Europäischen Union gegen Russland unter wesentlicher Beteiligung Deutschlands hinterlässt eine immer längere Opferliste. Die Thüringer Wirtschaft zähl zu den großen Verlierern der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau. Nach einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Erfurt sank der Export nach Russland im 1. Quartal 2015 um nicht weniger als 24,6 Prozent. Der Export zum eigentlichen „EU-Verbündeten“ Ukraine sank im Vergleichszeitraum sogar um 46,4 Prozent. 

Insgesamt weisen mehr als 80 Prozent der durch die IHK befragten Firmen seit dem Inkrafttreten der Sanktionen deutliche Exportrückgänge nach Russland auf. Betroffen sind vor allem die Hersteller pharmazeutischer Produkte, von Kunststofferzeugnissen, Werkzeugmaschinen und Fahrzeugen.

Sanktionspolitik ist für die Thüringer Wirtschaft eine kalte Dusche

Wie eine kalte Dusche empfinden viele Manager der Thüringer Wirtschaft die aktuelle Sanktionspolitik gegen Moskau. Durch die bis zum Ende des Jahres verlängerten Sanktionen orientiert sich die russische Wirtschaft zunehmend um. Da aus dem EU-Raum und insbesondere aus Deutschland keine mittelfristige Abkehr von den Sanktionen zu erwarten ist, wendet man sich in Moskau dem asiatischen Wirtschaftsraum zu und setzt auf die Kooperation im Kreise der sogenannten BRICS-Staaten. 

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