Asylwerber in Traiskirchen traten wegen Unterbringung in einen Sitzstreik

Immer mehr Asylwerber strömen nach Österreich. Die meisten sind allerdings keine Kriegsflüchtlinge, haben keinen Asylgrund nach der Genfer Konvention. Die überwältigende Mehrheit sind reine Wirtschaftsflüchtlinge. Denn rund 80 Prozent jener, die illegal ins Land kommen, erhalten einen negativen Asylbescheid, sind also nicht asylberechtigt, wie aus Zahlen des Innenministeriums hervorgeht.

Aktuell stellen jeden Tag 300 bis 400 Personen einen Asylantrag in Österreich, bis Ende des Jahres sollen es laut Schätzungen des Innenministeriums zumindest 70.000 werden. Österreich ist längst an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt, daher werden Asylwerber derzeit auch in Zelten untergebracht. Und das passt etlichen offensichtlich nicht, immer wieder zeigen sich Asylwerber unzufrieden mit der „Willkommenskultur“ in Österreich.

Jüngstes Beispiel: Im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen in Niederösterreich traten Anfang der Woche 20 Asylwerber in einen Sitzstreik und blockierten einfach die Einfahrt. Auch Teile der Fahrbahn wurden im Zuge der Aktion versperrt.

Unterbringung in Zelten nicht gut genug

Der Grund für die Blockade: Die Asylwerber protestierten gegen ihre geplante Unterbringung im Zeltlager in Eisenstadt. Die Bedingungen in dieser Unterkunft erschienen ihnen nicht gut genug. Die Polizei rückte an, um den Streik zu beenden, einige Asylwerber mussten weggetragen werden, acht wurden wegen Übertretung der Straßenverkehrsordnung festgenommen. Die aufgeheizte Stimmung in Traiskirchen dokumentiert die aktuelle Ausgabe von Unzensuriert-TV mit dem Thema "Asylchaos – Sturm auf Europa":

Der aktuelle Vorfall in Traiskirchen ist kein Einzelfall. So musste beispielsweise vor einiger Zeit in Linz die Polizei eingreifen, als dort etliche Asylwerber randalierten. 50 Personen setzen sich vor das Eingangstor des Polizeisportplatzes in der Linzer Derfflingerstraße und warfen mit ihren Lunchpaketen um sich. Die Asylwerber waren mit dem Essen in der Polizeikantine nicht zufrieden, verlangten weitere warme Mahlzeiten, gratis Tabakwaren und bessere Unterkünfte. Und immer wieder kommt zwischen Asylwerbern zu Auseinandersetzungen, wie etwa in Kufstein, als zwei von ihnen mit dem Messer aufeinander losgingen.

Asylwerber für Kärntner Tourismusgemeinden

Wenn diese Beispiele weiter Schule machen, können sich zwei Kärntner Tourismusgemeinden auf einiges gefasst machen. In Krumpendorf am Wörthersee sollen in der neuen Zeltstadt bis zu 240 Personen unterkommen. Und die Gemeinde Ossiach wird der Standort für ein neues Verteilzentrum in Kärnten. Es soll in Rappitsch, etwa einen Kilometer vom Ortszentrum in Ossiach entfernt, entstehen. Auf 740 Einwohner kommen dann 120 Asylwerber.

„Nachdem Ossiach die drittkleinste Gemeinde mit 740 Einwohnern ist und rein vom Tourismus lebt, ist die Errichtung eines Verteilzentrums nicht nachvollziehbar", sagte Bürgermeister Johann Huber (FPÖ) gegenüber dem ORF. Er habe von diesen Plänen bis zuletzt nichts gewusst.

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