Islamisten begehen in Wien Al-Kuds-Tag zur Vernichtung Israels

Al-Kuds (auch al-Quds) ist der arabische Name für Jerusalem, das allen abrahamitischen Religionen als heilig gilt. Die Islamisten beanspruchen die Stadt aber für sich alleine. 1979 rief der damalige neue Machthaber Ayatollah Khomeini im Iran den letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan als Al-Kuds-Tag ins Leben, an dem die Vernichtung Israels propagiert wird. Im Iran ist er seitdem ein staatlicher Feiertag, an dem Massendemonstrationen gegen die Existenz Israels abgehalten werden. Aber auch außerhalb des Irans marschieren Fundamentalisten, so wie am Samstag in Wien.

Provokation: Demo am Sabbat nahe der Synagoge

Schon Ort und Zeitpunkt der Demonstration gelten als gezielte Provokation: Nicht am eigentlichen Al-Kuds-Tag, der schon am Freitag gewesen war, sondern am jüdischen Festtag Sabbat trifft man sich in unmittelbarer Nähe der jüdischen Synagoge am Morzinplatz, auf dem die Gestapo ihren Hauptsitz hatte. Im Vorfeld gab es Aufregung um eine auf der Facebook-Seite der Veranstalter gepostete Karikatur, in der Muslime einen Juden ertränken. Der Wiener FPÖ-Stadtrat David Lasar protestierte per Presseaussendung.

Um 16 Uhr soll die Demo beginnen, verzögert sich aber. Abseits Wartende beobachten, wie sich im Straßenbild US-Touristen mit Walross-Ästhetik mit Gruppen von Tschador-Trägerinnen vermengen, und man muss unvermeidlicher Weise an Ralph Giordano denken, der da immer von „menschlichen Pinguinen“ sprach… Sie alle können aber die Hitze für Zaungäste genauso wenig mildern wie die Umhertorkelnden der örtlichen „Szene“.

Vernichtung Israels? „Wenn es nicht anders möglich ist – Ja!“ 

Neben vielen palästinensischen Fahnen sieht man auch mehrere rot-weiß-rote – ein Versuch, sich ein bisschen als Österreicher zu kostümieren. Dass die Integration zu mehr als zu Fahnenschwenken nicht gereicht hat, zeigt auch ein Plakat, das die mediale Benachteiligung des Gaza-Streifens beklagt und den Schriftzug trägt: „Die Welt hört nicht dieses schrei!“

Das „Palästina-Komitee“ übt sich in „Taqqiya“: Auf einem Flugblatt fordert man „die gleichen Rechte für Juden, Christen und Muslime“ und ihr Sprecher Erich Waldmann hat vor seinem Auftritt vor der ORF-Kamera des „Wien heute“- Redakteurs Karl Reis kiloweise Kreide gegessen. Das ganze sei natürlich „nicht antijüdisch“ und es gehe nur um die „Vernichtung und Zerstörung dieser Apartheid-Regierung und nicht um jene des Landstriches Israel und seiner Bevölkerung“. Der ORF vermerkt, dass sich die Demonstranten jedoch teilweise recht offenherzig äußern. Ein junges Mädchen sagt, auf die Vernichtung Israels angesprochen: „Wenn es nicht anders möglich ist – Ja!“

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Konvertit als Anführer

Erich Waldmann wuchs in einer katholischen Familie in Leoben auf, bis er 1982 als Zwanzigjähriger zum Islam konvertierte und in den Iran studieren ging. Der Turbanträger wird in islamischen Kreisen Hudschat-ul-Islam Waldmann genannt und ist nicht nur Schura-Mitglied in der IGGiÖ, sondern wird auch in interkonfessionelle „Dialog“-Vereine entsandt.

Unterhalb der Ruprechtskirche, die beinahe älter als der Islam ist, ergibt sich so manch eigenartiger Bildkontrast zwischen Vorder- und Hintergrund. Ein Teil der Demonstranten steht vor der „Komödie am Kai“, wo derzeit die „Kleine Komödie“ des jüdischen Schriftstellers Arthur Schnitzler aufgeführt wird. Und auf einer Litfasssäule wird für die Dauerausstellung „Unsere Stadt! – Jüdisches Wien bis heute“ im Jüdischen Museum geworben, was den Demo-Teilnehmern in ihrem blinden Eifer aber gar nicht auffällt. Als jemand, dem dieser Widerspruch geradezu ins Auge sticht, resümiert man unweigerlich über die Zukunftsperspektiven der Juden in Wien, falls die SPÖ mit ihrer Islamisierung der Stadt Erfolg haben sollte.

Zionismus mit Terrorismus und Faschismus gleichgesetzt

Schließlich wird die Demo mittels Megafons eröffnet. „Im Namen Allahs!“ und arabischislamische Formeln erschallen, bis es zum gemeinsamen Herunterbeten einiger Parolen kommt, die bereits auf Transparenten zu sehen sind „Zionismus=Terrorismus!“, „Zionismus=Faschismus!“ usw. Dann setzt sich der von einigen Geistlichen einer iranischen Moschee in Wien begleitete Tross in Bewegung.

Eine gute Gelegenheit, um kurz bei der Gegendemo am Stock-im-Eisen-Platz vorbeizuschauen. Alt-ÖVP-Bezirksvorsteher Richard Schmitz übergibt als Zweiter Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft soeben an zwei Funktionärinnen der grünen ÖH-Fraktion „GRAS“, die mit ihrer Einleitung „Nicht nur deutschnationale Burschenschafter sind rechtsextrem“ gleich vermitteln, dass sich ein Verbleib intellektuell nicht lohnt.

Pappmaché-Mauer am Ballhausplatz

Am anderen Ende des Grabens, wo der Islamisten-Zug vorbeiführen wird, hat sich die Polizei sehr massiv postiert und bietet Passanten in Kombination mit der temporären Skulptur „Monumental Break“, die die Präsentation von Macht und Heroik unterbrechen soll, ein kurzfristiges paradoxes Fotomotiv.

Die Demonstration langt schließlich an ihrem Endpunkt, am Ballhausplatz zwischen Bundeskanzleramt und Präsidialtrakt der Hofburg, ein, wo eine Pappmaché-Mauer präsentiert wird.

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