Islamisch Baden in Österreich: Schariakonforme Badekleidung in Wiener Bädern erlaubt

Gäste im Hütteldorfer Bad in Wien trauten ihren Augen nicht: Da wurde einem Schwarzen mit einer etwas zu langen Badehose das Schwimmen verwehrt, eine Muslimin dagegen durfte in voller Montur ("Burkini") ins Wasser springen. Der Bademeister ließ es zu, um dem Vernehmen nach "keine Schwierigkeiten" zu bekommen. Wie Unzensuriert.at im August 2012 berichtete, ging dem Nachgeben des Bademeisters ein wüster Streit bevor, in dem die Muslimin den Ordnungshüter schließlich als "Ausländerfeind" beschimpfte. Heute, drei Jahre später, gehöre der Burkini zum gewohnten Erscheinungsbild, sagt der Sprecher der Wiener Bäder (MA 44), Martin Kotinsky, gegenüber Ö1.

Badeverbot aus "hygienischen Gründen"

Laut Carla Amina Baghajati, Frauenbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), wäre die Stadt Wien schon vor Jahren "Schrittmacher" gewesen, indem sie den Bodykini oder Burkini für öffentlichen Bäder zugelassen habe. Im Vorbericht zur Sendung "Erfüllte Zeit" in Ö1 konnte man auf ORF.at aber auch lesen, dass österreichweit das Bild sehr verschieden sei. So wurde von einem 16-jährigen muslimischen Mädchen erzählt, das mit der Schulklasse im Florian-Berndl-Bad im niederösterreichischen Bisamberg baden gehen wollte. Allerdings wurde ihr das Betreten des Schwimmbeckens in einem Burkini verboten – und zwar aus "hygienischen Gründen".

Laut Auskunft des Gesundheitsministeriums, das auch für Bäderhygiene zuständig ist, gibt es bundesweit keine eigene gesetzliche Regelung für das Tragen von Burkinis. Aber die Betreiber von Bädern könnten in den jeweiligen Badeordnungen festhalten, ob sie Burkinis erlauben oder nicht, hieß es gegenüber dem ORF. Das Argument mit den „hygienischen Gründen“ ließ Sylvia Füszl vom Gesundheitsministerium im Interview mit dem ORF-Radio nicht gelten. Sie zog den Vergleich zu jungen Burschen, „die mit riesigen Badeshorts hineingehen. Da sehe ich keinen besonderen Unterschied“, so Füszl.

Schariakonforme Badekleidung

Der Unterschied ist, wie oben erwähnt, dass eben zu lange Badehosen in vielen Bädern – auch in Wien – aus hygienischen Gründen nicht erlaubt sind. Die schariakonforme Badekleidung für Frauen, der den ganzen Körper, außer Gesicht, Hände und Füße, verhüllt, wird dagegen in immer mehr öffentlichen Badeanstalten zugelassen, um ja nicht ausländerfeindlich zu gelten. Mittlerweile hat man den Eindruck, dass die Mulime die Regeln dominieren. Nicht nur im Bad, sondern sogar im Gefängnis, wo wegen einer Ramadan-Feier der Insassen die Kreuze aus der Kapelle verschwinden mussten. Und wenn die in Wien kandidierende Türken-Partei durch den zügellosen Zuzug von Muslimen an Stärke gewinnt und damit die SPÖ zur Kleinpartei degradiert, sind Scharia und Schweinefleischverbot auch nicht mehr weit. Dann werden Bukinis in Bädern tatsächlich zum "gewohnten Erscheinungsbild" gehören, wie der Sprecher der Wiener Bäder ja schon heute zu berichten weiß.

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