Im Dorf Osve in Bosnien soll sich ein Ausbildungslager des Islamischen Staats befinden.

Foto: Bild: Clay Gilliland / flickr (CC BY-SA 2.0)
Beweise für Ausbildungslager des IS in Bosnien

Der bosnische Inlandsgeheimdienst veröffentlichte vor kurzem erdrückende Beweise für eine Ausbildungsstätte des Islamischen Staates (IS) in Bosnien. So sollen hochrangige bosnische IS-Kämpfer ein ganzes Dorf in einer abgelegenen Waldregion aufgekauft haben, um dort Kämpfer für den Dschihad auszubilden. Es wäre somit der erste offiziell bekanntgewordene Stützpunkt von Islamisten in Europa.

Isoliertes Dorf als Drehkreuz für Islamisten

In dem Dorf Osve sollen zumindest 12 Kämpfer für den IS ausgebildet und nach Syrien entsandt worden sein. Das Dorf selbst liegt, umgeben von dichtem Wald, auf einem Hügel und besteht aus zahlreichen verwahrlosten und verlassenen Häusern. Zu erreichen sind die Häuser nur über schmale Straßen, ebenso ist es auf keinem GPS zu orten. Faktisch niemand kann sich dem Ort unbeobachtet nähern. Laut dem Terrorexperten Dzevad Galijasevic liegt Bosnien und im speziellen das Dorf Osve auf einem strategisch wichtigen Punkt für den Durchzug europäischer Islamisten in den Nahen Osten.

IS-Fahnen an Häusern

Ein britischer Journalist des Mirrors wagte sich für eine exklusive Reportage in die Nähe des Dorfes. Ein einheimischer Fahrer berichtete dem Journalisten, dass der Ort Osve extrem gefährlich sei. Jeder der Anwohner sei extrem radikal und bereit für den Dschihad zu sterben. Zudem hören die Bewohner der Umgebung immer wieder Gewehrschüsse, die auf ein regelmässig stattfindendes Schusstraining schließen lassen.

Beim Lokalaugenschein des Journalisten fielen ihm sofort die streng islamisch gekleideten Anwohner auf. Der Fahrer warnte ihn zudem vor der offensichtlichen Verwendung seiner Kamera. Dennoch konnten Fotos von Häusern gemacht werden, auf deren Fassaden die IS-Fahnen gemalt wurden oder die davor wehten. Ein anderer Anwohner meinte, die Terroristen würden immer mehr Land der Umgebung aufkaufen. Hauptsächlich verantwortlich dafür der in Australien lebende IS-Sympathisant und Radikalislamist Harun Mehicevic.

In Bosnien sollen mittlerweile an die 50 aus Syrien heimgekehrte Islamisten die Arbeit des IS in Europa fortführen. Der lokalen Polizei und dem Innenministerium fehle es laut Experten angesichts dieser Bedrohungslage jedoch an Mitteln und interner Kommunikation. 

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