Asylwerber besetzten am Montag die Gleise der Badner Bahn.

Bild: Falk2 / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Asylwerber blockierten Badner Bahn: 80 Polizisten im Einsatz

Zu wilden Tumulten und einer Demonstration von rund 300 Personen, mehrheitlich Asylwerber, kam es am Montag in Traiskirchen. Die Polizei musste mit 80 Mann ausrücken. Zuerst kam es zu einer „Drängerei“ bei der Geldauszahlung im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, danach wurde im Zuge einer Demonstration die Badner Bahn blockiert. Es gab eine Festnahme wegen aggressiven Verhaltens gegenüber Beamten.

 

Da willst kebap essen gehn passiert das!!!!Was wir so mit bekommen haben sind wir Österreicher alle ausländerfeindlich sogar die österreichische Fahne wurde verbrannt!!!!!! neulich in Traiskirchen hahaha

Posted by Matthias Stanicky on Monday, July 20, 2015

Demo auch am Sonntag

Zur Kundgebung hatte die linke Gruppe „Freedom Not Frontex: Vienna“ aufgerufen. Die Teilnehmer marschierten auf vorgegebenen Routen durch die Stadt. Als sie die Gleise der Badner Bahn besetzten, kam es zu Tumulten mit den Einsatzkräften. 50 Polizisten aus Traiskirchen und noch weitere 30 aus den Bezirken Baden, Neunkirchen und Wiener Neustadt mussten angefordert werden, um die Situation zu beruhigen und die Gleise der Badner Bahn wieder frei zu machen. Am Sonntag könnte das gleiche Schauspiel nochmals passieren, denn die Demonstranten haben für 26. Juli eine neuerliche Kundgebung angemeldet.

Gewaltaufruf gegen Innenministerin Mikl-Leitner

Mit den Worten „Abschieben!! Noch heute!!!!“ reagierte der freiheitliche EU-Abgeordnete Harald Vilimsky auf die Vorkommnisse in Traiskirchen. Zur Rage brachte ihn vor allem ein Transparent mit der Aufschrift „Mikl zu Brei statt Dublin III“, das die Asylwerber in die Höhe hielten. „Gewaltaufrufe gegen die österrreichische Innenministerin – das darf man sich nicht bieten lassen! Abschieben!“, forderte Vilimsky auf Facebook.

Asylwerber provozieren Fehlalarm

Indessen wurde bekannt, dass das Innenministerium laut Angaben der Feuerwehr Traiskirchen der Einsatzorganisation insgesamt 54.390 Euro schuldet. Die Freiwilligen sollen seit Jahresbeginn zu mehr als hundert Einsätzen ins Erstaufnahmezentrum ausgerückt sein – derzeit seien es immerhin zwei bis drei täglich. In der Regel handelt es sich dabei um Fehlalarme. Ein Feuerwehrsprecher sagte gegenüber dem Kurier: „Damit wollen einige ihren Unmut ausdrücken.“ Bei jeder Ausfahrt würden Kosten in der Höhe von 370 Euro entstehen. Bezahlen muss laut Gesetz das Innenministerium. Seit Oktober seien aber mehrere Rechnungen offen.

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