Selbst griechische Inseln werden zum Spekulationsobjekt.

Foto: Bild: Alessandro57/Wikimedia(PD)
Grundstücksspekulanten reißen sich Griechenland unter den Nagel

Die anhaltende Finanzkrise Griechenlands lässt die Spekulantenzunft jubeln. Internationale Investoren etablieren nun das sogenannte „Landbanking“, um die finanziellen Nöte Athens und der griechischen Wirtschaft auszunützen. Man macht sich sozusagen die Ebbe in den Kassen der dortigen Volkswirtschaft zu nutze. Die Grundstücksspekulanten kaufen derzeit relativ günstig griechisches Land an, um es zu einem späteren Zeitpunkt mit hohen Gewinnen zu veräußern.

Nachteil dieser Spekulationsgeschäfte für Griechenland: Die erworbenen Grundstücke werden weder bebaut oder sonst mittels Investitionen in ihrem Wert „entwickelt“. Sie liegen im Gegenteil brach und dienen lediglich als fiktive Besicherung für darauf aufgenommene Kredite, die nach Realisierung des Spekulationsgewinns dann zurückgezahlt werden sollen.

Insel Stroggilo kostet nur 4,5 Millionen Euro

Jüngstes Beispiel für ein solches Spekulationsgeschäft ist die Insel Stroggilo. Mit 21,85 Hektar Größe wechselt sie für wohlfeile 4,5 Millionen Euro jederzeit den Eigentümer. Aber neben diesen „toten Grundstücken“, die keinerlei Entwicklungschancen haben, gibt es etwa auch Inseln, die Bodenschätze vorweisen können. Auch diese sind in naher Zukunft Spekulationsobjekte für internationale Investoren.

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