Der Schweizer Bischof Huonder spricht sich vehement gegen die Homoehe aus.

Foto: Bild: Der egil / wikimedia (gemeinfrei)
Bischof im Kreuzzug gegen Homoehe, Gendermainstreaming und Frühsexualisierung

Nicht nur in Österreich und Deutschland scheint die Debatte rund um Homosexuelle immer mehr Gemüter zu erregen, auch in der Schweiz hat sich ein Geistlicher mit interessanten Anschauungen dazu geäußert. Die Auseinandersetzung nahm bereits vor einigen Monaten ihren Lauf, als ein Pfarrer ein lesbisches Paar traute – ganz zum Unmut des Bischofs aus dem Kanton Chur. Vitus Huonder sprach sich daraufhin nämlich gezielt gegen die Ehe von Homosexuellen aus und lieferte einen Rundumschlag gegen die linke Gesellschaft.

Bischof nimmt sich kein Blatt vor den Mund

Anlass für die scharfe Kritik des kirchlichen Würdenträgers war eigentlich eine lesbische Hochzeit in der Dorfkirche von Buerglen, welche Pfarrer Wendelin Bucheli unter angeblichem Rückhalt seiner Gemeinde vorgenommen hat. Weitere Kritik von Bischof Huonder kam aber nun auch im Zuge des Treffens „Freude am Glauben“ im deutschen Ort Fulda. Dort zitierte er in einer 50-minütigen Rede unter anderem auch eine Bibelpassage, welche zeigt, dass der christliche Glaube eine ganz eindeutige Position zu diesem Thema vertritt.

Aus Levitikus las er insbesondere jene Passagen vor: "Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen. Beide werden mit dem Tod bestraft. Ihr Blut soll auf sie kommen." Was zwar martialisch klingt, erläuterte er aber mit folgenden Worten: "Die beiden Stellen allein würden genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben."

Während nach dem besagten Vortrag die Zuhörer Beifall klatschen, fordert der Schwulenverband Pink Cross hingegen eine Entschuldigung für die „erneute Engleisung“ von Bischof Huonder und prüft auch, ob strafrechtlich gegen den Geistlichen vorgegangen werden kann. Keine Stellungnahme zu den Äußerungen gab die Bischofskonferenz von sich und verwies bei Anfragen von Seiten der Presse auf den Katechismus, der jegliche homosexuelle Handlungen missbilligen würde. Homosexuellen sei allerdings "mit Achtung, Mitleid und Takt" zu begegnen, da diese Haltung meist nicht selbst gewollt ist und darum „eine Prüfung“ darstelle. 

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