Das angeblich rassistische Wort „Neger“ bleibt im Kinderbuch von Michael Ende.

Foto: Bild: me.lyzzy/flickr (CC BY-SA 2.0)
Mutiger Verlag: Wort „Neger“ bleibt im Kinderbuch

Einer traut sich gegen den Mainstream zu schwimmen! Der Stuttgarter Verlag Thienemann-Esslinger hat sich entschieden, das bei Gutmenschen seit Jahren als rassistisch geltende Wort "Neger" in der Jubiläumsausgabe von Michael Endes "Jim Kopf" zu belassen. Zum einen, weil sich Autor Ende (1929-1995) nicht mehr äußern könne, zum anderen, da das Wort "Neger" nur in einer Szene vorkomme, die vor allem dazu diene, den Fotografen Herrn Ärmel als Besserwisser darzustellen, so der Stuttgarter Verlag in einer Aussendung. Aus diesen Gründen hat man sich dazu entschieden, den Begriff in der kolorierten Ausgabe von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" zum 55. Geburtstag stehen zu lassen.

Postpaket mit schwarzen Baby

Das Wort „Neger“ wird verwendet, als die Bewohner von Lummerland das fehlgeleitete Postpaket mit dem schwarzen Baby Jim finden und Herr Ärmel sagt: "Das dürfte vermutlich ein kleiner Neger sein." Dass der Verlag das Wort "Neger" nicht, wie heutzutage schon üblich, durch einen politisch korrekten Begriff ersetzt, verdient Hochachtung und wird im deutschsprachigen Raum wieder zu Debatten führen. Die letzte große Diskussion über das Wort "Neger" in einem Kinderbuch hat es gegeben, als Autor Otfried Preußler (1923-2013) kurz vor seinem Tod zustimmte, dass in seinem berühmten Kinderbuch "Die kleine Hexe" das Wort "Negerlein" politisch korrekt ersetzt werden darf.

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