Gold-Ankäufe für Anleger sind derzeit günstig.

Foto: Bild: Szaaman/Wikimedia(PD)
Vermögensverwalter verbannen Gold aus den Depots

Das Edelmetall Gold verliert offensichtlich massiv an Anlegercharme. Wie das deutsche Handelsblatt berichtet, verbannen Vermögensverwalter Gold aus ihren Depots. Grund dafür ist das Fünf-Jahres-Tief von nur rund 1.090 Dollar pro Feinunze. Allein seit Jahresanfang 2015 hat sich der Goldpreis um neun Prozent nach unten bewegt. Wie etwa Maximilian Uleer, Portfolio-Manager bei Sal. Oppenheim, gegenüber dem Handelsblatt formulierte, erwarte man auch „mittelfristig keine Preiserhöhung“ für dieses Edelmetall.

Wie aus der Branche berichtet wird, würden dem Anlegermarkt valide Einstiegssignale für ein Gold-Investment fehlen. Auch die Hedge-Funktion beim Gold sei verschwunden, weil es dort aktuell keine Gegenbewegung zu anderen Anlegeformen gebe.

Fehlende Erträge und Zinsentwicklung stoppen Gold

Aktuell sind im Markt offensichtlich zwei Argumente evident, die gegen Gold als Anlage sprechen: Die fehlenden Erträge und die zu erwartende Zinsentwicklung. Im Gegensatz zu anderen Anlegefunktionen biete Gold lediglich einen gewissen Schutz vor der Inflation. Zieht der Goldpreis jedoch nicht an, sondern bewegt sich nach unten, dann ist auch dieser Inflationsschutz weg. Zudem schielt nun alles in die USA und auf die dortige Entwicklung auf dem Zins- und Anleihenmarkt. Ziehen die Zinsen dort an, dann würden für Gold auch die sogenannten Opportunitätskosten steigen, d.h. es wird gegenüber Anleihen mit entsprechenden Zinsen unattraktiv.

Dies könnte im Umkehrschluss aber für manchen Anleger, der einen langen Atem hat, wiederum Gold attraktiv machen. Dazu kommt, dass die anhaltende Diskussion rund um die Abschaffung des Bargelds Gold wiederum zu einem Hohenflug bringen könnte. 

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