Issa Dada entwarnte in der ZIB 2: „Es kommen nicht alle 20 Millionen Syrer nach Österreich.“

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Syrer bestätigt bei Armin Wolf alle Flüchtlingskritiker: „Asyl auf Zeit wäre unfair“

In Niederösterreich wurden am Donnerstag mehr als 200 Flüchtlinge aufgegriffen, eine Gruppe war zu Fuß auf der Außenringautobahn (A21) unterwegs. Die Asylzentren sind so überfüllt, dass man ohne Zeltstädte nicht auskommt. Aber seit Dienstag können sich die Zuseher der ZIB 2 etwas entspannen: Der syrische Flüchtling Issa Dada, früher Richter in Aleppo, sagte zu Armin Wolf, dass nicht alle 20 Millionen Syrer nach Österreich kommen würden.

25.000 Euro für Schlepper

Was der ORF offenbar als rührendes Interview mit einem armen Flüchtling, der sich in Österreich anpassen und arbeiten will, plante, wurde für den öffentlich-rechtlichen Sender quasi ein Rohrkrepierer. Denn Issa Dada bestätigte alles, was Kritiker des Flüchtlingsstroms anführen: Er zahlte einem Schlepper 25.000 Euro für die Flucht nach Österreich, will kein Asyl auf Zeit, sondern für immer da bleiben. Denn in der sicheren Türkei gefiel es ihm nicht, weil es dort politische Probleme gebe. Und als Grund, warum er nicht in ein reiches arabisches Land floh, nannte der Mann die undemokratischen Gegebenheiten in diesen Staaten.

Flucht nach Österreich mit Flugzeug

Jetzt lebt Issa Dada mit Frau und Kind in Österreich und bekommt die Mindestsicherung. Er erzählte im Fernsehen, dass er zuerst allein hierher kam – aber nicht mit dem Boot über das Mittelmeer und dann weiter in einem Kastenwagen oder illegal in einem Zug, sondern ganz bequem mit einem Flugzeug. "Ich habe drei Mal versucht mit meiner Frau und zwei Kindern nach Österreich fliegen, aber die Polizei haben uns erwischt. Weil Schlepper hat uns gefälschte Reisepässe gegeben. Und danach Schlepper hat gesagt, es ist unmöglich, dass ich und meine Familie nach Österreich fliegen. Zuerst ich fliege, das war seine Idee, ich fliege nach Österreich und in zwei Wochen kommen meine Familie“, so der syrische Flüchtling im Originalton.

Asyl auf Zeit wäre ungerecht

Die 25.000 Euro, die er dem Schlepper bezahlte, habe er zusammenbekommen weil er sein Auto verkauft und Geld vom Bruder ausgeborgt habe. Als Armin Wolf seinen Interviewpartner mit dem Vorschlag von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) konfrontierte, Asylrecht auf Zeit einzuführen – also Kriegsflüchtlinge nur so lange aufzunehmen, bis der Krieg im Land vorbei ist – zeigte sich Issa Dada gar nicht begeistert. Er respektiere zwar diese Meinung, fände es aber unfair, ja sogar als eine Ungerechtigkeit, wenn er zurückgeschickt würde, obwohl er sich hier der Gesellschaft anpasse, die Sprache lerne und vielleicht auch einer Arbeit nachgehen würde. Derzeit mache er eine Ausbildung als Sozialhelfer.

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