Karin Kneissl: Der Islamische Staat lebt “den wahren, den orthodoxen Islam”

„Das hat nichts mit dem Islam zu tun“, ist der wohl häufigste Satz, der sowohl europäischen Politikern wie auch offiziellen Muslime-Vertretern über die Lippen kommt, wenn es hierzulande ein islamistisch motiviertes Attentat zu beklagen gibt oder im Nahen Osten die Terrorbanden des Islamischen Staates vergewaltigend und mordend durch die Wüste ziehen. Dem widerspricht die renommierte Nahost-Expertin Karin Kneissl im Interview mit Unzensuriert-TV.

Das hat mit dem Islam zu tun

„Immer zu behaupten, das hätte nichts mit dem Islam zu tun, ist alles andere als ein überzeugendes Argument, denn es ist der wahre, der orthodoxe Islam, der hier ausgelebt werden soll“, sagt Kneissl über den Islamischen Staat. „Das heutige Konzept des Islamischen Staates ist ein ausschließlich in Eigeninterpretation selbstgestricktes, in dem man sich ganz stark auf die Ursprünge des Islams beruft und damit eigentlich sehr wohl den Islam eins zu eins interpretiert, so wie ihn das heilige Buch des Korans vorschlägt“, erklärt Kneissl.

Der Islamische Staat sei bei dem Versuch, ein funktionierendes Staatswesen aufzubauen, durchaus erfolgreich, so Kneissl: „Es werden Steuern eingehoben, es gibt eine Schul- und Bildungseinrichtung, es gibt auch Wirtschaftssektoren, sie heuern bereits Ölingenieure an. Aber zeitgleich arbeiten sie mit mafiösen Methoden der Schutzgelder und so weiter. Es ist also eine ganz groteske Mischung, aber mit dem Bestreben nach Staatlichkeit.“

Mehr zur Gefahr des islamischen Terrorismus für Europa in Unzensuriert-TV „Heiliger Krieg gegen Europa“:

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