SPÖ-Minister Rudolf Hundstorfer lässt für viel Geld lieber externe Arbeiten für den Konsumentenschutz erledigen.

Foto: Bild: Manfred Werner - Tsui / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Hundstorfer beauftragt VwGH-Hofrat in Sachen Konsumentenschutz

Konsumentenschutz scheint für Bundesminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) offensichtlich wirklich eine Bürde zu sein. Deshalb lassen der Herrn Minister und sein Ministerium gerne „außer Haus“ arbeiten, obwohl es eine eigene Konsumentenschutzsektion gibt. Eine Anfragebeantwortung des roten Ressortschefs an FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm brachte wieder einmal Besonderheiten ans Tageslicht.

So wurde etwa ein Konsumentenleitfaden und ein Konsumentenhandbuch außer Haus vergeben, statt sie durch Experten im Ministerium erstellen zu lassen. Daneben wurde auch eine Moderation für die Veranstaltung „50 Jahre Weltverbrauchertag“ an einen externen Moderator vergeben.

Firma eines Verwaltungsgerichts-Hofrates ist Großauftragnehmer

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Person des Auftragnehmers. Dabei handelt es sich um eine Lehofer-Kessler OHG bzw. in weiterer Folge eine Lehofer-Kessler KG. Und gleichzeitig wird vom Ministerium als Auftragnehmer der Verwaltungsgerichtshofs-Hofrat Hans Peter Lehofer genannt, der offensichtlich einer der Firmenbeteiligten ist. 

Die Hofrats-KG machte gute Geschäfte mit dem roten Konsumentenschutzressort. So beliefen sich die Gesamtkosten für Konsumentenleitfaden und ein Konsumentenhandbuch auf insgesamt 91.516,80 Euro. Vergleichsweise gering fiel da das Honorar von VwGH-Hofrat Lehofer aus, das auch über die Lehofer-Kessler KG abgerechnet worden war. Nur 240 Euro kostete die Moderation des „Weltverbrauchertags“.

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