Experte warnt: „Der kalte Krieg ist wieder da“

Zbigniew Brzezińskis Thesen stehen hinter der „Kalten Krieg“-Strategie der USA. Foto: Tobias Kleinschmit/Wikimedia (CC BY 3.0 DE)
Zbigniew Brzezińskis Thesen stehen hinter der „Kalten Krieg“-Strategie der USA.
Foto: Tobias Kleinschmit/Wikimedia (CC BY 3.0 DE)
25. August 2015 - 13:00

„Der kalte Krieg ist wieder da“: Diese Einschätzung formuliert der außenpolitische Experte Algis Klimaitis, ehemaliger Sicherheitsberater des litauischen Präsidenten Algirdas Brazauskas. Obwohl viele Beobachter einen kommenden kalten Krieg erst am Beginn sehen, herrscht dieser laut Klimaitis spätestens seit dem Beginn der westlichen Sanktionen gegen Russland 2014.

Der Westen würde unter dem Befehl der USA die außen- und sicherheitspolitischen Doktrinen aus der Feder von Ex-US-Außenminister Henry Kissinger und Ex-Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński gegen Moskau vollziehen.

USA möchte einzige Weltmacht sein

Die USA wollen laut Klimaitis die einzige Weltmacht bleiben. Dazu würde sich Washington dem einzigen relevanten Militärbündnis, der NATO, bedienen. Diese würde im Unterschied zur Europäischen Union ein intakter Block sein. Da der russische Staatspräsident Wladimir Putin mit seinen Initiativen für eine alternative Weltordnung den Bestrebungen des westlichen Militärblocks entgegenstehe, sei er der natürliche Gegner.

Aus dieser Konfliktsituation könne nur ein über den Militärblöcken stehendes Sicherheitssystem herausführen. Aktuell vergleichen viele Beobachter das US-Engagement in der Ukraine mit dem Beginn des Vietnam-Krieges in den 60iger-Jahren des 20. Jahrhunderts.

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